Weißstörche gefährden Stromversorgung durch Nester auf Hochspannungsmasten
Amelie KrügerWeißstörche gefährden Stromversorgung durch Nester auf Hochspannungsmasten
Weißstörche in Südhessen bauen vermehrt Nester auf Hochspannungsmasten und Bahninfrastruktur
Der Trend birgt erhebliche Risiken – sowohl für die Vögel als auch für die öffentliche Versorgung. In diesem Jahr verzeichnen Landkreise wie Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und Main-Kinzig einen deutlichen Anstieg von Nestern auf Strommasten.
Die wachsende Storchenpopulation in Hessen führt dazu, dass immer mehr Nester an gefährlichen Orten entstehen. Die oft mehrere hundert Kilogramm schweren Horste können Strommasten destabilisieren und teure Schäden verursachen. Für Netzbetreiber bedeutet das Millionenkosten für Reparaturen sowie potenzielle Brandgefahren.
Um das Problem einzudämmen, haben Energieversorger begonnen, Nester zu entfernen und ballonartige Abschreckungsmittel anzubringen. Eine weitere wirksame Methode sind windbetriebene Vorrichtungen an den Masten, die Störche vom Brutbau abhalten. Die Deutsche Bahn setzt hingegen auf präventive Maßnahmen: technische Sicherungen und eine enge Zusammenarbeit mit Naturschutzbehörden.
Ziel bleibt es, die Vögel von technischen Bauwerken fernzuhalten. Fachleute hoffen, die Störche zurück zu natürlichen Brutplätzen wie hohen Bäumen zu lenken – zum Schutz von Tier und Infrastruktur.
Der Anstieg der Storchennester auf Strom- und Schienenanlagen erfordert kontinuierliches Handeln. Durch Beseitigungsaktionen und Abschreckungsmaßnahmen sollen Unfälle und finanzielle Verluste reduziert werden. Langfristig kommt es darauf an, Artenschutz und die Sicherheit kritischer Infrastruktur in Einklang zu bringen.






