02 May 2026, 18:13

Wolfenbüttel plant radikale Wärmewende bis 2040 ohne fossile Energien

Stadtansicht mit mehreren Gebäuden im Vordergrund, einem blauen Himmel im Hintergrund und Solarpanels auf dem Dach eines Gebäudes.

Wolfenbüttel plant radikale Wärmewende bis 2040 ohne fossile Energien

Wolfenbüttel treibt Pläne für Heizungswende voran und will bis 2040 aus fossilen Brennstoffen aussteigen

Die Stadt hat eine detaillierte Wärmewende-Strategie ausgearbeitet, die nun bis Ende Mai zur öffentlichen Stellungnahme bereitsteht. Das Ziel der Verantwortlichen: Innerhalb der nächsten 16 Jahre sollen alle CO₂-Emissionen aus der Wärmeversorgung eliminiert werden.

Aktuell verbraucht Wolfenbüttel jährlich rund 600 Gigawattstunden Wärme – davon stammen 90 Prozent aus fossilen Energieträgern, nur sechs Prozent aus erneuerbaren Quellen. Um dies zu ändern, hat die Stadt ihr Gebiet in 46 Zonen unterteilt, für die jeweils maßgeschneiderte Dekarbonisierungspläne erarbeitet wurden.

Zwei Hauptansätze stehen zur Diskussion: der Ausbau zentraler Fernwärmenetze und die verstärkte Nutzung von Wärmepumpen. Beide Szenarien für das Jahr 2040 sehen einen vollständigen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen vor. Dafür sind umfangreiche Modernisierungen nötig, darunter 180 Kilometer neue Niedrigspannungskabel und 150 zusätzliche Umspannstationen.

Der Entwurf des Wärmeplans liegt nun zur Einsichtnahme aus. Bürgerinnen und Bürger, lokale Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen können bis zum Ende der Konsultationsphase ihre Anmerkungen einreichen. Anschließend wird die finalisierte Version die Umsetzung in der Stadt steuern.

Der fertige Wärmeplan soll als Fahrplan für Wolfenbüttels Umstieg auf klimaneutrale Wärme dienen. Die öffentliche Beteiligung wird die endgültige Strategie mitgestalten, bevor die Arbeiten beginnen. Bei Erfolg könnte die Wärmeversorgung der Stadt bis 2040 vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt sein.

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