1&1 wird zum Game-Changer im deutschen Mobilfunkmarkt mit rasantem Ausbau
Lukas Franke1&1 CEO Dommermuth schließt Verkauf an Telefónica aus - 1&1 wird zum Game-Changer im deutschen Mobilfunkmarkt mit rasantem Ausbau
1&1 baut seine Position als vierter Mobilfunkanbieter in Deutschland rasant aus. Unternehmensgründer Ralph Dommermuth wies Spekulationen über einen Verkauf des Unternehmens zurück und setzt weiterhin auf Wachstum. Das Netz deckt mittlerweile mehr als ein Viertel der deutschen Haushalte ab und bringt frischen Wettbewerb in den Markt.
Im Jahr 2024 startete 1&1 sein Mobilfunknetz auf Basis der Open-RAN-5G-Technologie. Bis Ende 2025 hatte das Unternehmen das von der Bundesnetzagentur gesetzte Ziel von 25 Prozent Abdeckung übertroffen und erreichte 27 Prozent der Haushalte. Mittlerweile versorgt 1&1 rund 12,5 Millionen Mobilfunkkunden, unterstützt durch eine Partnerschaft mit Vodafone für die Zwischenabdeckung.
Die Etablierung eines vierten Anbieters hat die Preise für Verbraucher gedrückt. 1&1 spricht mit wettbewerbsfähigen Tarifen sowohl den Preissegment- als auch den Premiummarkt an, darunter auch Discountmarken. Dennoch steht das Unternehmen in starker Konkurrenz zu Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2, die zusammen 18 Millionen Vertragskunden verzeichnen.
Dommermuth kritisierte die Verlängerung der Niederfrequenzlizenzen für die etablierten Anbieter als rechtswidrig. Aktuell führt er einen Rechtsstreit mit der Bundesnetzagentur über diese Entscheidung. Trotz der Auseinandersetzung zeigt er sich offen für Kooperationen, etwa beim gemeinsamen Betrieb von Mobilfunkmasten in ländlichen Gebieten.
Bis Ende 2026 strebt 1&1 eine Abdeckung von 35 Prozent der deutschen Haushalte an. Das Unternehmen investiert weiterhin massiv – allein 265 Millionen Euro sind für den Netzausbau vorgesehen.
Die Expansion von 1&1 hat den deutschen Mobilfunkmarkt aufgemischt und bietet Verbrauchern mehr Auswahl zu günstigeren Preisen. Mit anhaltenden juristischen Herausforderungen und ehrgeizigen Ausbauzielen wird das Unternehmen auch in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle spielen. Dommermuths Fokus auf Wachstum lässt einen Verkauf in absehbarer Zeit unwahrscheinlich erscheinen.






