11 May 2026, 02:08

51 Prozent der Deutschen für Bundeswehr-Einsatz im Hormus – doch die Spaltung bleibt tief

Schwarze und weiße Karte von Hofhegenberg, Deutschland, mit schwarzem Rand, die Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt.

51 Prozent der Deutschen für Bundeswehr-Einsatz im Hormus – doch die Spaltung bleibt tief

Eine knappe Mehrheit der Deutschen befürwortet mittlerweile den Einsatz von Bundeswehrkräften in der Straße von Hormus. Wie eine Umfrage von Mitte April zeigt, unterstützen 51 Prozent den Einsatz von Minenräumbooten und Taucherteams, während 44 Prozent dagegen sind. Sollte die Mission genehmigt werden, wären 45 Soldaten beteiligt, darunter spezialisierte Minentaucher.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat unter Bedingungen seine Unterstützung signalisiert. Seine Zustimmung hängt von drei zentralen Faktoren ab: einem Waffenstillstand in der Region, einem klaren militärischen Konzept und einer parlamentarischen Rückendeckung durch den Bundestag. Unterdessen hat die Deutsche Marine bereits das Minenräumboot Fulda ins Mittelmeer verlegt – positioniert für einen möglichen Weitertransfer, falls die Mission umgesetzt wird.

Die öffentliche Meinung zum Thema ist tief entlang politischer und regionaler Linien gespalten. Anhänger der Grünen zeigen die stärkste Zustimmung: 77 Prozent befürworten den Einsatz. Demgegenüber lehnen 73 Prozent der Wähler der Alternative für Deutschland (AfD) die Mission kategorisch ab. Auch unter den Sympathisanten der Linken überwiegt die Ablehnung: 48 Prozent sind dagegen, nur 39 Prozent dafür.

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Die Spaltung reicht über die Politik hinaus. In Westdeutschland überwiegt mit 52 Prozent eine leichte Mehrheit der Befürworter. Im Osten jedoch lehnen 53 Prozent den Einsatz ab – ein deutlicher regionaler Gegensatz. Eine kleine Gruppe von 5 Prozent der Befragten blieb unentschieden.

Die geplante Mission würde ein bedeutendes militärisches Engagement Deutschlands im Nahen Osten darstellen. Bei einer Genehmigung würden 45 Soldaten, darunter Taucher, in einer hochgespannten Konfliktzone operieren. Die endgültige Entscheidung hängt nun von politischen Verhandlungen und der Abstimmung im Bundestag ab.

Quelle