Agravis trotzt Krisen und drängt mit stabilen Umsätzen nach Süddeutschland
Greta WolfAgravis trotzt Krisen und drängt mit stabilen Umsätzen nach Süddeutschland
Agravis Raiffeisen AG behauptet sich in schwierigem Marktumfeld und verzeichnet fast stabile Umsätze von 8,4 Milliarden Euro für 2025. Gleichzeitig stieg der Gewinn vor Steuern von 65 Millionen auf 70,1 Millionen Euro – während Mitbewerber Rückschläge hinnehmen mussten. Parallel dazu dringt die Gruppe in Süddeutschland vor und setzt auf Wachstum in Bayern und Baden-Württemberg.
In den vergangenen fünf Jahren hat Agravis seinen Marktanteil im deutschen Agrarhandel kontinuierlich ausgebaut. Zwischen 2021 und 2025 stieg die Präsenz des Unternehmens von 18 auf 22 Prozent und überholte damit Konkurrenten wie die BayWa AG, deren Anteil von 25 auf 23 Prozent sank. Der Mitbewerber AMPEGA blieb mit etwa 15 Prozent stabil. Der Aufstieg von Agravis gelingt durch strategische Übernahmen, den Ausbau digitaler Dienstleistungen und eine robuste Performance trotz Lieferkettenstörungen infolge des Ukraine-Kriegs.
Das traditionelle Kerngebiet der Gruppe erstreckt sich von den Niederlanden bis nach Polen, mit einem Schwerpunkt in Nordwest- und Ostdeutschland. Nun expandiert das Unternehmen in den Süden – allerdings nicht unter eigener Marke, sondern als Partner lokaler Genossenschaften.
Die einst unangefochtene Marktführerin BayWa AG kämpft unterdessen mit Umstrukturierungen und hoher Verschuldung. Im ersten Dreivierteljahr 2025 sank der Umsatz auf 9,6 Milliarden Euro – ein deutlicher Kontrast zur stabilen Entwicklung von Agravis.
Mit der Expansion nach Süddeutschland beginnt für Agravis eine neue Phase. Bei stabilen Umsätzen und steigenden Gewinnen festigt das Unternehmen seine Position in der Agrarbranche – während Konkurrenten wie die BayWa AG mit finanziellen und operativen Herausforderungen zu kämpfen haben.






