Aldi Süd streicht 1.250 Jobs am Hauptsitz – Digitalabteilung besonders betroffen
Lukas FrankeAldi Süd streicht 1.250 Jobs am Hauptsitz – Digitalabteilung besonders betroffen
Aldi Süd kündigt Abbau von 1.250 Stellen am Hauptsitz in Mülheim an der Ruhr an
Der Großteil der Streichungen betrifft den Digitalbereich Aldi DX, wo über 1.000 Arbeitsplätze wegfallen sollen. Das Unternehmen betont, dass keine betriebsbedingten Kündigungen geplant seien – stattdessen werden freiwillige Aufhebungsverträge angeboten.
Die IT-Sparte des Handelskonzerns zählte einst mehr als 4.000 Beschäftigte auf ihrem Höhepunkt. Nun will Aldi Süd seine hauseigene Tech-Mannschaft verkleinern und Teile der Operations an externe Dienstleister auslagern. Dieser Strategiewechsel folgt auf die Gründung von Aldi DX im November 2024, einer Tochtergesellschaft, die die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber steigern sollte.
Kernziel von Aldi DX ist der Aufbau eines standardisierten, globalen IT-Systems in allen Märkten unter dem Projektnamen AHEAD. Bis November 2025 wird der indische IT-Dienstleister Tata Consultancy Services seine Zusammenarbeit mit Aldi Süd ausbauen. Seine Aufgabe besteht darin, die Technologie des Händlers zu straffen, zu modernisieren und die Effizienz zu erhöhen – um schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können.
Von den Stellenstreichungen betroffen ist auch Aldi International Services, die internationale Beschaffungsabteilung der Gruppe. Mitarbeitenden, die von den Veränderungen betroffen sind, wird die Möglichkeit geboten, das Unternehmen freiwillig gegen Abfindungen zu verlassen.
Die Umstrukturierung bei Aldi Süd führt zu einem schlankeren internen IT-Team und einer stärkeren Abhängigkeit von externen Partnern. Die Maßnahmen zielen auf eine effizientere technologische Aufstellung ab – ohne zwangsweise Entlassungen. Der Fokus des Unternehmens bleibt auf der Modernisierung der Systeme und der Aufrechterhaltung operativer Flexibilität.






