Amanda Knox verteidigt Unterstützung für Lucy Letby – und erntet scharfe Kritik
Greta WolfAmanda Knox verteidigt Unterstützung für Lucy Letby – und erntet scharfe Kritik
Bei einer Veranstaltung in London hat Amanda Knox mit sichtbarer Ergriffenheit ihre Unterstützung für die verurteilte Krankenschwester Lucy Letby verteidigt. Auftrittsort war das Greenwich Picturehouse, wo sie im Rahmen einer Fragerunde zu ihrem Dokumentarfilm Mouth Of The Wolf sprach. Ihre Äußerungen zogen scharfe Kritik des Anwalts der Familie von Meredith Kercher nach sich.
Sichtlich mit den Tränen kämpfend, sprach Knox über ihre eigenen juristischen Kämpfe und ihre Haltung zu Justizirrtümern. Sie argumentierte, dass es nicht immer eines Beweises der Unschuld bedürfe, um ein fragwürdiges Urteil anzufechten. Ihre Worte folgten der Veröffentlichung ihrer 2022 erschienenen Autobiografie Frei, in der sie ihr Leben nach der Haft schildert.
Während der Veranstaltung enthüllte ein Zuschauer, dass Knox Letby geraten habe, "an der Hoffnung festzuhalten". Knox bestätigte zudem, der Verurteilten einen Brief zur Unterstützung geschickt zu haben – zusammen mit einem Exemplar ihres Buches. Später gab sie zu, auch an Letbys Eltern geschrieben zu haben.
Ihr Engagement im Fall Letby erstreckt sich bis hin zu einem Podcast, der die Kontroversen um den Prozess gegen die verurteilte Krankenschwester aufarbeitet. Doch Francesco Maresca, der Anwalt der Familie Kercher, verurteilte Knox' Handeln scharf. Er warf ihr vor, sich auf Kosten des Andenkens an Meredith Kercher zu "bereichern", und erklärte: "Es ist genug."
Knox' öffentliche Parteinahme für Letby hat die Debatte über ihr Eintreten für Menschen, die sie für zu Unrecht Verurteilte hält, neu entfacht. Der Anwalt der Familie Kercher lehnt ihre Einmischung in prominente Rechtsfälle weiterhin ab. Knox selbst bleibt unterdessen eine lautstarke Stimme, wenn es um ihre eigenen Erfahrungen und die von ihr wahrgenommenen Schwächen des Justizsystems geht.






