17 June 2026, 19:48

Antisemitismus in Deutschland erreicht 2025 traurigen Höchststand – 27 % der Vorfälle im Netz

Grüne fordern hohe Strafen für Plattformen bei Antisemitismus

Antisemitismus in Deutschland erreicht 2025 traurigen Höchststand – 27 % der Vorfälle im Netz

Ein neuer Bericht zu Antisemitismus in Deutschland wurde am heutigen Mittwoch veröffentlicht. Er zeigt einen besorgniserregenden Anstieg der Vorfälle – mehr als ein Viertel davon spielte sich im Internet ab. Die Ergebnisse lösten Forderungen nach entschlossenerem Handeln von Behörden und Tech-Konzernen aus.

Der Jahresbericht der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) verzeichnete für das Jahr 2025 insgesamt 8.725 antisemitische Vorfälle in Deutschland. 27 Prozent davon ereigneten sich auf digitalen Plattformen und unterstreichen damit die wachsende Bedrohung durch Hass im Netz.

Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, bezeichnete Antisemitismus als weit verbreitet – besonders in digitalen Räumen. Er forderte Regierung, Gerichte und öffentliche Institutionen auf, konsequent gegen diese Entwicklung vorzugehen. Gleichzeitig warnte er, dass solcher Hass nicht nur jüdische Gemeinschaften, sondern die Demokratie selbst gefährde.

Von Notz verlangte von den großen Digitalplattformen eine strengere Durchsetzung bestehender Gesetze. Er schlug hohe Strafen für Unternehmen vor, die nicht wirksam gegen antisemitische Inhalte vorgehen. Zudem betonte er die Bedeutung einer starken Zivilgesellschaft im Kampf gegen das Problem.

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Der Bericht macht das Ausmaß des Antisemitismus in Deutschland deutlich: Tausende Vorfälle wurden allein im vergangenen Jahr gemeldet. Digitale Hetze bleibt ein zentrales Problem, und die Verantwortlichen drängen auf schärfere Maßnahmen, um Plattformen in die Pflicht zu nehmen. Die Appelle zum Handeln spiegeln die Dringlichkeit wider, dieser anhaltenden Herausforderung zu begegnen.

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