Armutsquote in Deutschland erreicht 2025 mit 16,1 Prozent Rekordhoch
Die Armutsquote in Deutschland hat 2025 mit 16,1 Prozent einen neuen Höchststand erreicht. Damit leben 13,3 Millionen Menschen unter der offiziellen Armutsgrenze – doch die Unterschiede zwischen den Bundesländern und Bevölkerungsgruppen sind groß. Besonders betroffen ist Bremen, wo 27,5 Prozent der Bevölkerung als arm gelten. Sachsen-Anhalt folgt mit einer Quote von 21,3 Prozent. Am anderen Ende der Skala liegen Bayern (12,6 %) und Baden-Württemberg (13,2 %), wo die Armut deutlich seltener auftritt. Die Kluft zwischen den am stärksten und am wenigsten betroffenen Regionen beträgt damit 14,9 Prozentpunkte.
Die offizielle Armutsgrenze liegt bei 1.445 Euro netto im Monat für eine Einzelperson. Für eine vierköpfige Familie gilt ein Wert von 3.035 Euro. Besonders gefährdet sind Einzelpersonen-Haushalte mit einer Armutsquote von 30,3 Prozent. Auch Alleinerziehende (28,9 %) und Frauen über 75 Jahren (21,3 %) sind überdurchschnittlich häufig betroffen. Bei Menschen über 65 Jahren lebt fast jeder Fünfte in Armut. Die Zahlen zeigen eine zunehmend ungleiche Verteilung von Armut in Deutschland. Während einige Bundesländer und Bevölkerungsgruppen besonders stark betroffen sind, bleibt die Situation in anderen Regionen und bei bestimmten Haushaltstypen vergleichsweise stabil – doch der Gesamttrend weist auf eine wachsende soziale Spaltung hin.
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