Bahn-Streichungen in Bayern drohen: Marodes Schienennetz gefährdet den Verkehr
Greta WolfMarode Bahn: Zugstreichungen in der Diskussion - Bahn-Streichungen in Bayern drohen: Marodes Schienennetz gefährdet den Verkehr
Deutsche Bahn könnte Zugverbindungen in ganz Bayern streichen – marodes Schienennetz als Grund
Wegen des zunehmend verfallenen Schienennetzes in Bayern könnte die Deutsche Bahn Zugverbindungen im gesamten Bundesland streichen. Die drohenden Einschränkungen sind das Ergebnis jahrelanger Unterfinanzierung; mit der Sanierung der Strecken wird nun noch ein weiteres Jahrzehnt gerechnet. Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) hat sich eingeschaltet, um flächendeckende Ausfälle zu verhindern, räumt aber ein, dass es bisher keinen konkreten Plan gibt.
Aufgeflammt war die Debatte nach einem Treffen zwischen Bahn-Chefin Evelyn Palla und Landesvertretern. Der CSU-Verkehrsexperte Jürgen Baumgärtner schlug im Landtag Alarm und warnte vor möglichen Streichungen. Die Deutsche Bahn hat eine offizielle Stellungnahme bis später diese oder Anfang nächster Woche verschoben.
Bernreiter lehnte bereits einen Vorschlag ab: die monatelange Vollsperrung der Strecke München–Rosenheim im Jahr 2028. Der Minister betont, größere Einschränkungen vermeiden zu wollen, nannte jedoch keine Zahlen, wie viele Züge betroffen sein könnten. Unterdessen fordert die Grünen-Fraktion die Staatsregierung auf, die Mittel für den Schienenverkehr deutlich aufzustocken, um den Verfall des Netzes zu stoppen.
Die Instandsetzung der maroden Gleise in Bayern dauert bei der Bahn selbst nach abgeschlossener Planung pro Abschnitt meist drei bis fünf Jahre. Die Komplexität der einzelnen Projekte bestimmt den Zeitrahmen – und verschärft so die langfristigen Herausforderungen für das Schienennetz der Region.
Der Druck auf die Politik wächst, denn Verspätungen und Ausfälle bedrohen den Bahnverkehr in Bayern zunehmend. Angesichts von Sanierungsarbeiten, die sich über ein Jahrzehnt hinziehen, und fehlender Sofortmittel bleibt die Lage ungewiss. Die anstehende Erklärung der Deutschen Bahn soll Klarheit bringen, wie viele Strecken betroffen sein könnten.