Bayer plant erweiterte Kerendia-Zulassung nach erfolgreichen Phase-III-Studien
Lukas FrankeBayer plant erweiterte Kerendia-Zulassung nach erfolgreichen Phase-III-Studien
Bayers Medikament Kerendia zeigt starke Phase-III-Studienergebnisse – Weg für erweiterte Zulassung geebnet
Der Pharmakonzern Bayer plant nach überzeugenden Daten aus der Phase-III-Studie eine erweiterte Zulassungsantrag bei der US-Arzneimittelbehörde FDA einzureichen. Die Aktie legte unterdessen um 4,71 % auf 40,25 Euro zu, nachdem Anleger positiv auf die Nachrichten reagierten.
Kerendia (Wirkstoff Finerenon) wurde in der FIGHT-Studie an Patienten mit Herzinsuffizienz und einer linksventrikulären Ejektionsfraktion von 40 % oder höher getestet, was im Juli 2025 zur FDA-Zulassung führte. Zudem zeigte das Präparat in der FIND-CKD-Studie – der größten Phase-III-Untersuchung zu nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung (CKD) – über 32 Monate eine signifikante Verlangsamung des Funktionsverlusts der Nieren und erreichte damit sein primäres Studienziel.
Eine erweiterte Zulassung könnte die Marktchancen von Kerendia deutlich verbessern. Trotz anhaltender juristischer Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Roundup hält sich die Pharmasparte von Bayer stabil. Investoren richten ihren Blick auf zwei zentrale Termine: die mündliche Verhandlung vor dem US-Supreme Court zu Warnhinweisen auf Roundup am 1. April 2026 sowie die Hauptversammlung an diesem Tag, bei der Aktionäre über eine vorgeschlagene Dividende von 0,11 Euro pro Aktie abstimmen werden.
Trotz dieser Entwicklungen verzeichnete Bayer 2025 einen Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro, während die Nettoverschuldung auf fast 30 Milliarden Euro anstieg. Rechtliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Schutz der Glyphosat-Lieferungen belasten weiterhin die Unternehmensprognosen.
Die geplante FDA-Einreichung für den erweiterten Einsatz von Kerendia könnte die kommerziellen Perspektiven des Medikaments grundlegend verändern. Während die Aktionäre bald über die Dividende entscheiden, bleiben die juristischen Auseinandersetzungen um Roundup ungelöst. Die finanzielle Lage des Konzerns spiegelt sowohl Fortschritte in der Arzneimittelentwicklung als auch anhaltende rechtliche Belastungen wider.