Barclays kauft GoHenry: Finanzbildung für Kinder im Fokus
Barclays übernimmt GoHenry – die britische Plattform für finanzielle Bildung von Kindern
Die Barclays Bank hat sich darauf verständigt, GoHenry zu übernehmen, einen in Großbritannien ansässigen Anbieter für finanzielle Bildung von Kindern. Mit dem Deal will Barclays die Finanzkompetenz junger Menschen stärken und sein Angebot für familienorientierte Dienstleistungen ausbauen. Die britischen Aktivitäten von GoHenry sollen nach Erteilung der regulatorischen Genehmigung in die Barclays-Gruppe integriert werden.
GoHenry startete 2012 in Großbritannien und schuf damit eine neue Kategorie im Bereich der finanziellen Bildung für Kinder. Seitdem haben über zwei Millionen Kinder die App genutzt, um Geldmanagement-Fähigkeiten zu entwickeln. Die Plattform führte 2020 die Funktion Money Missions ein und brachte 2021 ein Junior Stocks and Shares ISA (ein Aktien- und Investmentfonds-Sparkonto für Minderjährige) auf den Markt, um Familien zum Investieren zu motivieren.
Das US-Geschäft von GoHenry, das nun unter dem Namen Acorns Early firmiert, sowie der europäische Ableger Pixpay bleiben bei Acorns. Noah Kerner, CEO von Acorns, betonte, dass der Verkauf GoHenry die Möglichkeit gebe, noch mehr Kinder in Großbritannien zu erreichen. Gleichzeitig eröffne der Schritt den Nutzern einen nahtlosen Übergang zu Barclays, sobald sie das 18. Lebensjahr erreichen.
Louise Hill, die Gründerin von GoHenry, zeigte sich begeistert von den Chancen, die sich durch die Übernahme ergeben. Vim Maru, CEO von Barclays UK, erklärte, dass GoHenry das Angebot der Bank für Haushalte und Familien deutlich bereichern werde. Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der regulatorischen Genehmigung und soll voraussichtlich im vierten Quartal 2026 abgeschlossen werden.
Durch die Integration von GoHenrys Dienstleistungen in die Barclays-Plattform soll der Zugang zu finanzieller Bildung für junge Menschen in Großbritannien weiter ausgebaut werden. Der Abschluss des Deals hängt von der Freigabe durch die Aufsichtsbehörden ab und wird für Ende 2026 erwartet.






