Baukosten explodieren: Bitumenpreise steigen um über 30 Prozent im Mai 2026
Lukas FrankeBaukosten explodieren: Bitumenpreise steigen um über 30 Prozent im Mai 2026
Baukosten in Deutschland steigen weiter stark an – Bitumenpreise klettern um 31,2 Prozent
Die Baukosten in Deutschland ziehen weiter kräftig an: Im Mai 2026 lagen die Preise für Bitumen um 31,2 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Auch andere wichtige Baumaterialien wie Holz, Metalle und Transportbeton verzeichneten deutliche Preissprünge, was die Branche zusätzlich unter finanziellen Druck setzt. Fachverbände fordern nun schnellere Maßnahmen bei der Infrastrukturförderung und Genehmigungsverfahren, um die Belastungen abzufedern.
Im April war der Wohnungsbau der Wachstumstreiber der Branche. Die Umsätze stiegen nominal um 7,1 Prozent, während die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,9 Prozent zunahmen. Damit war dies das einzige Segment im Nichtwohnungsbau, das in beiden Bereichen Zuwächse verzeichnete.
Auch der Gewerbebau legte zu: Die Umsätze erhöhten sich um 6,8 Prozent, die neuen Aufträge stiegen moderat um 2,6 Prozent. Der öffentliche Hochbau trug ebenfalls bei – mit einem Umsatzplus von 5,3 Prozent und 2,2 Prozent mehr vergebenen Aufträgen als im März. Der Tiefbau spielte dabei eine Schlüsselrolle für die Umsatzentwicklung in allen drei Hauptsegmenten.
Trotz dieser monatlichen Fortschritte blieb der kumulierte Umsatz der ersten vier Monate 2024 nominal auf Vorjahresniveau. Die Auftragseingänge im gesamten Bausektor stiegen im gleichen Zeitraum um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die explodierenden Materialkosten setzen die Bauunternehmen in ganz Deutschland unter Druck. Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, appellierte an die Behörden, die Freigabe von Infrastrukturmitteln zu beschleunigen und Genehmigungsverfahren zu vereinfachen. Solche Schritte könnten helfen, die finanziellen Folgen der stark gestiegenen Materialpreise für die Branche abzumildern.
