24 March 2026, 04:06

Bechtle kämpft mit Chipknappheit und führt radikale Umstrukturierung ein

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, aufgeschlüsselt nach Branche und Erholungsstatus, mit Text, der die wirtschaftliche Erholung angibt.

Bechtle kämpft mit Chipknappheit und führt radikale Umstrukturierung ein

Der deutsche IT-Dienstleister Bechtle steht vor wachsenden Herausforderungen in seinem Kerngeschäft. Anhaltende Knappheit bei Speicherchips und steigende Kosten belasten die Geschäfte und drückten den Aktienkurs auf ein 52-Wochen-Tief. Das Unternehmen plant nun weitreichende Veränderungen in Führung und Struktur, um die Probleme zu bewältigen.

Trotz rückläufiger Gewinne schlägt Bechtle vor, die Dividende für 2025 stabil bei 0,70 Euro pro Aktie zu halten.

Die finanzielle Performance des Unternehmens lag 2023 deutlich hinter der europäischer Konkurrenten zurück. Während Firmen wie tiscon (+111,43 %) und Nerds On Site (+46,67 %) deutliche Zuwächse verzeichneten, verlor die Bechtle-Aktie im gleichen Zeitraum 34,05 %. Anfang 2026 rangierte das Unternehmen mit Platz 183 fast am Ende der IT-Dienstleister-Branche.

Nun stehen Führungswechsel an: Nach 17 Jahren gibt CEO Thomas Olemotz seinen Posten ab, und auch Antje Leminsky verlässt das Unternehmen Ende 2026. Konstantin Ebert übernimmt Anfang 2027 die Geschäftsführung. Der Aufsichtsrat hat zudem beschlossen, den Vorstand von vier auf drei Mitglieder zu verkleinern – wirksam ab Januar 2027.

Für 2026 prognostiziert Bechtle einen weiteren Rückgang der Vorsteuermarge auf maximal fünf Prozent. Das neue Führungstrio will interne Prozesse beschleunigen, um das langfristige Umsatzziel von 10 Milliarden Euro bis 2030 zu erreichen. Die Unternehmensführung plant, die Prognose für 2026 genau zu prüfen und bis Mitte des Jahres ein Update zur Versorgung mit Speicherchips vorzulegen.

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Mit der Umstrukturierung des Vorstands reagiert Bechtle auf anhaltende Belastungen in seinen Kernmärkten. Die Aktionäre werden auf der nächsten Hauptversammlung über die vorgeschlagene Dividende abstimmen.

Die Neuaufstellung zielt darauf ab, das Unternehmen angesichts von Lieferkettenproblemen und Kostendruck zu stabilisieren. Der Führungswechsel und die schlanke Vorstandsstruktur sollen die Entscheidungsfindung effizienter gestalten. Ein Update zur Verfügbarkeit von Speicherchips zur Jahresmitte wird weitere Klarheit über die Aussichten für 2026 bringen.

Quelle