13 June 2026, 07:00

Belgien wirft EU Heuchelei in der China-Politik vor – De Wever greift an

Belgiens Premier entfacht mit scharfer China-Kritik EU-Debatte über Handelsbeziehungen

Belgien wirft EU Heuchelei in der China-Politik vor – De Wever greift an

Belgien's Ministerpräsident Bart De Wever hat öffentlich die europäische China-Politik kritisiert. Seine Äußerungen richten sich insbesondere gegen die 'Risikominimierungs'-Strategie der EU, die seiner Meinung nach weniger der Stärkung der europäischen Widerstandsfähigkeit als vielmehr der Eindämmung des chinesischen Einflusses dient. De Wever bezeichnete die europäischen Führungskräfte als 'zunehmend misstrauisch' gegenüber China. Gleichzeitig räumte er ein, dass der Kontinent weiterhin nach einer Zusammenarbeit mit dem asiatischen Land strebe. Besonders kritisch äußerte er sich über Chinas industrielle Vorteile, die er als ein 'Krebsgeschwür' für Europa bezeichnete.

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Um den EU-Gipfel unter Druck zu setzen, inszenierte De Wever eine dramatische Performance, die als 'flüsternde Bühnenperformance' beschrieben wurde. Damit wollte er die von ihm wahrgenommene europäische Heuchelei unterstreichen und eine direktere Thematisierung Chinas erzwingen. Er deutete jedoch an, dass der Gipfel direkte Bezüge zu China vermeiden und stattdessen vage Formulierungen wie 'geoökonomische Ungleichgewichte' verwenden könnte.

Kürzlich reiste Belgiens Vize-Ministerpräsident Maxime Prevot nach China, um über eine stärkere Zusammenarbeit zu verhandeln. Dies unterstreicht die ambivalente Haltung Europas, das zwischen Kritik und Kooperation schwankt. Die Diskussion über Europas Haltung zu China wird immer hitziger. Während einige Länder wie Belgien versuchen, die Zusammenarbeit zu vertiefen, wächst gleichzeitig die Skepsis gegenüber der wachsenden Einflussnahme Chinas. De Wevers Äußerungen spiegeln diese Spannungen wider und zeigen, wie schwierig es für die EU ist, eine einheitliche Linie zu finden.

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