22 April 2026, 06:18

Berlin gründet Baufirma gegen Sanierungsstau an Hochschulen mit 8-Milliarden-Kosten

Großes mehrstöckiges Gebäude mit zahlreichen Fenstern, Teil des University of Wisconsin-Madison-Campus, umgeben von Straßeninfrastruktur, Fahrzeugen, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Berlin gründet Baufirma gegen Sanierungsstau an Hochschulen mit 8-Milliarden-Kosten

Berlins Hochschulen stehen vor einer wachsenden Sanierungskrise: 450 landeseigene Gebäude mit insgesamt 1,2 Millionen Quadratmetern dringend reparaturbedürftiger Fläche belasten die Universitäten. Um das Problem in den Griff zu bekommen, hat der Berliner Senat nun die Gründung einer neuen Baufirma beschlossen, die sich ausschließlich der effizienteren Sanierung von Hochschulimmobilien widmen soll.

Die neu gegründete BHG (Berliner Hochschulbaugesellschaft) übernimmt die zentrale Steuerung großer Bau- und Instandhaltungsprojekte an den elf staatlichen Hochschulen der Stadt. Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD) betonte, das Unternehmen werde helfen, den seit Langem bestehenden Sanierungsstau trotz knapper Haushalte abzubauen und die akademischen Gebäude zukunftsfähig zu erhalten.

Die Herausforderung ist enorm: Die geschätzten Gesamtkosten für die Sanierungen belaufen sich auf 8 Milliarden Euro, verteilt auf 389 geplante Vorhaben – davon zielen 240 auf die dringendsten Reparaturen ab. Zwischen 2032 und 2046 sollen jährliche Investitionen in Höhe von 220,3 bis 298,6 Millionen Euro die Arbeiten finanzieren.

Die Finanzierung erfolgt über Kredite und Mieteinnahmen, da die Hochschulen ihre Gebäude von der BHG anmieten werden. Die Senatsverwaltung für Wissenschaft stellt dafür jährlich rund 300 Millionen Euro für die Mietzahlungen bereit. Die Hochschulleitungen hatten auf Mitspracherechte gedrängt und sich Sitze im Aufsichtsrat der BHG gesichert, um ihre Beteiligung zu gewährleisten.

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Das Gesetz zur Gründung der BHG wartet nun auf die endgültige Zustimmung des Abgeordnetenhauses; die Abstimmung wird vor der Sommerpause erwartet. Sobald die BHG ihre Arbeit aufnimmt, soll sie die Sanierungen an Berlins Hochschulen beschleunigen und jahrzehntelang aufgeschobene Instandhaltungsmaßnahmen angehen. Die Finanzierung basiert auf einer Mischung aus Krediten und Mieteinnahmen, wobei die jährlichen Investitionen in den kommenden Jahren fast 300 Millionen Euro erreichen sollen.

Quelle