Berlin kämpft um die Rettung des verfallenden ICC – wird es zur Kult-Ikone oder Ruine?
Amelie WeberBerlin kämpft um die Rettung des verfallenden ICC – wird es zur Kult-Ikone oder Ruine?
Berlin plant, das seit 2014 leerstehende und verfallende Internationale Kongresszentrum (ICC) in eine kulturelle Ikone zu verwandeln. Die ursprüngliche Vision der damaligen Bürgermeisterin Franziska Giffey sah vor, das Gebäude in ein modernes Centre Pompidou für die Hauptstadt umzuwandeln. Im Rahmen der Neugestaltung sind zudem zwei Hochhaushotels mit Investitionskosten von je 150 bis 200 Millionen Euro vorgesehen. Für die Sanierung des ICC selbst wurden bereits Konzepte in einem Ideenwettbewerb eingereicht. Potenzielle Mieter für das sanierte Gebäude sind die Berliner Philharmoniker, die Zentral- und Landesbibliothek sowie die Technische Universität.
Die Sanierungskosten sind jedoch von ursprünglich 200 Millionen Euro auf über 400 Millionen Euro gestiegen. Einige Projektentwickler fordern nun zusätzliche staatliche Zuschüsse, um die Finanzierung zu sichern. Kritiker werfen dem Senat vor, die Angelegenheit zu verschleppen und zweifeln an der Umsetzbarkeit des Plans. Ohne Erfolg bei der Finanzierung und dem politischen Rückhalt droht das ICC als verfallene Ruine zu enden. Die Zukunft des einstigen Prestigeprojekts bleibt damit weiter ungewiss.
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