06 May 2026, 06:08

Berliner Ensemble kündigt 16 Uraufführungen und neue Formate für die Spielzeit an

Außenansicht des Lincoln Theaters in Berlin, Deutschland, mit Glasfenstern und -türen sowie einer Schautafel und einem Blick ins Innere.

Berliner Ensemble kündigt 16 Uraufführungen und neue Formate für die Spielzeit an

Das Berliner Ensemble präsentiert Programm für die kommende Spielzeit mit 16 Uraufführungen

Das Berliner Ensemble hat seine Pläne für die anstehende Spielzeit vorgestellt, die 16 neue Premieren umfasst. Nach einem erfolgreichen Jahr mit deutlich mehr Vorstellungen und gestiegenen Zuschauerzahlen erweitert das Theater sein Programm. Zu den Neuerungen gehören zusätzliche öffentliche Generalproben sowie kleinere Produktionen, um die Einnahmen zu steigern.

Den Auftakt macht Peter Handkes Gestern Schnee, Morgen Schnee. Ein Höhepunkt wird Frank Castorfs Bühnenadaption von Klaus Manns Mephisto sein, ein Roman, der im Deutschland der 1930er-Jahre spielt. Ulrich Rasche inszeniert Bertolt Brechts Mutter Courage und ihre Kinder – eine Produktion, die großes Interesse wecken dürfte.

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Fritzi Wartenberg widmet sich in ihrem neuen Stück Sorry, No Photo for You der Welt der Model-Castingshows. Zudem entwickelt das Ensemble intimere Formate wie Kästners Berlin und De Profundis, um Lücken im Spielplan zu füllen und die Anzahl der spielfreien Tage zu reduzieren.

In der vergangenen Saison brachte das Berliner Ensemble 75 Vorstellungen mehr auf die Bühne als im Vorjahr. Die Besucherzahl stieg auf fast 230.000 – ein Plus von rund 40.000. Um den Haushaltsdruck zu bewältigen, wurden Schlussproben als öffentliche Generalproben und Vorpremieren geöffnet.

Mit dieser Strategie sollen Ressourcen optimal genutzt und die Ticketverkäufe stabil gehalten werden. Besonders kleinere Produktionen sollen an Abenden, an denen keine großen Inszenierungen laufen, Publikum anziehen.

Mit 16 Premieren und einem dicht gepackten Spielplan strebt das Berliner Ensemble nach weiterem Wachstum. Die Mischung aus klassischen Werken und neuen Projekten zeigt den Spagat zwischen künstlerischem Anspruch und wirtschaftlichen Erfordernissen. Öffentliche Proben und kleinere Formate werden eine zentrale Rolle spielen, um das Theater das ganze Jahr über lebendig zu halten.

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