09 May 2026, 08:31

Bern kündigt 84 Wohnungen für Sanierung – doch die Zukunft bleibt ungewiss

Weißer Zettel an einer Tür mit schwarzer Schrift, der "An Alle Betroffenen" lautet.

Bern kündigt 84 Wohnungen für Sanierung – doch die Zukunft bleibt ungewiss

Die Stadt Bern hat im Rahmen eines großen Sanierungsprojekts 84 Kündigungen für städtische Wohnungen in Bern-West ausgesprochen. Die betroffenen Gebäude, die zwischen den 1940er- und 1970er-Jahren erbaut wurden, sollen umfassend modernisiert werden – vorausgesetzt, das Parlament bewilligt die notwendigen Mittel. Sollte die Finanzierung scheitern, werden die Kündigungen zurückgenommen, und die Mieter können in ihren aktuellen Wohnungen bleiben.

Die Sanierungsarbeiten konzentrieren sich auf vier Standorte: Zelgstraße 18–22, Melchiorstraße 9, Huberstraße 18/20 und Looslistraße 37/39. Geplant sind unter anderem der Einbau neuer Heizsysteme, der Anbau von Balkonen sowie die Installation von Solaranlagen. Zudem sollen, wo möglich, Barrierefreiheitsmaßnahmen umgesetzt werden. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 31 Millionen Schweizer Franken.

Nach Abschluss der Arbeiten wird die Anzahl der Wohnungen von 84 auf 72 sinken, wobei ein Großteil der verbleibenden Einheiten als geförderter Wohnraum ausgewiesen wird. Die Stadt Bern versteht ihre Rolle auf dem Wohnungsmarkt darin, dort Lücken zu schließen, wo private Anbieter versagen. Aktuell besitzt die Stadt rund 2.500 der insgesamt 80.000 Wohnungen in Bern.

Die betroffenen Mieter erhalten Unterstützung bei der Suche nach neuem Wohnraum, darunter Beratungsangebote, Empfehlungsschreiben und Hilfe bei der Vermittlung alternativer Unterkünfte. Die Stadt betont ihr Engagement, die Übergangsphase für die Bewohner so reibungslos wie möglich zu gestalten.

Das weitere Vorgehen hängt von der parlamentarischen Entscheidung über den Finanzantrag ab. Bei einer Ablehnung werden die Kündigungen storniert, und die Mieter bleiben in ihren Wohnungen. Im Falle einer Bewilligung werden die Sanierungen nicht nur die veralteten Gebäude modernisieren, sondern auch die Gesamtzahl der verfügbaren Wohnungen reduzieren.

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