Brandenburg setzt auf freiwillige **Fusionen** statt Zwangsreformen in Kommunen

Admin User
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Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Bäumen, Pfählen, Straßen, Fahrzeugen und einem Himmel.

Minister mahnt Gemeinden zu mehr freiwilligen Fusionen - Brandenburg setzt auf freiwillige **Fusionen** statt Zwangsreformen in Kommunen

Brandenburgs Innenminister Michael Wilke hat eine erneute flächendeckende Gebietsreform auf kommunaler Ebene ausgeschlossen. Seine Entscheidung fällt mehr als zwei Jahrzehnte nach den letzten großen Veränderungen im Jahr 2003. Stattdessen setzt er auf freiwillige Fusionen und gemeinsame Verwaltungsstrukturen, um die Effizienz in der Kommunalverwaltung zu steigern.

Wilke, der bis Mai 2025 Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder) war, argumentiert, dass viele kleine Gemeinden mit Personalknappheit kämpfen. Seinem Schätzung zufolge können einige bis zu zehn Prozent ihrer Stellen aufgrund ihrer geringen Größe nicht besetzt werden. Um dieses Problem zu lösen, befürwortet er freiwillige Zusammenarbeit zwischen den Kommunen statt zwangsweiser Umstrukturierungen.

Die einzige Amtsgemeinde des Landes entstand 2019 im Landkreis Elbe-Elster und umfasste Mühlberg, Bad Liebenwerda, Falkenberg/Elster und Uebigau-Wahrenbrück. Allerdings stimmte eine der Städte im Herbst 2025 für den Austritt, was Fragen zur Stabilität dieses Modells aufwirft. Dennoch bewertet Wilke den Rückzug nicht als Scheitern. Er bleibt überzeugt, dass gemeinsame Verwaltungsstrukturen Kosten sparen und die Dienstleistungen verbessern können. Seine Vorschläge zielen darauf ab, Gemeinden zu Fusionen oder Ressourcenbündelungen zu ermutigen – ohne verpflichtende Reformen vorzuschreiben.

Wilkes Haltung bedeutet, dass Brandenburg vorerst auf eine weitere von oben verordnete Gebietsreform verzichtet. Stattdessen sollen die Kommunen eigenverantwortlich Partnerschaften eingehen, um Personal- und Finanzprobleme zu lösen. Der Ansatz soll Flexibilität wahren und gleichzeitig die Effizienz in der gesamten Region erhöhen.