Brandenburgs Spargelbauern kämpfen mit Rekordkosten trotz starker Nachfrage
Amelie WeberBrandenburgs Spargelbauern kämpfen mit Rekordkosten trotz starker Nachfrage
Spargelsaison in Brandenburg hat begonnen – erste frische Stangen in Beelitz vor Ostern geerntet
In Brandenburg hat die Spargelsaison begonnen: Die ersten frischen Stangen wurden in Beelitz kurz vor Ostern gestochen. Die Landwirte rechnen in diesem Jahr mit einer starken Nachfrage, doch steigende Kosten und Preisdruck stellen die regionalen Erzeuger vor Herausforderungen.
Die Preise für die neue Ernte lagen zum Start zwischen 15 und 18 Euro pro Kilogramm. Experten erwarten, dass sie im Laufe der Saison mit wachsendem Angebot auf etwa 10 bis 12 Euro sinken werden. Doch Landwirte wie Jürgen Jakobs, Vorsitzender des Beelitzer Spargelvereins, kämpfen mit hohen Ausgaben. Allein auf seinem Hof verursachen die gestiegenen Energiekosten alle zehn Tage zusätzliche Dieselkosten in Höhe von 5.000 Euro.
Agrarministerin Hanka Mittelstädt nannte geopolitische Spannungen als Haupttreiber für die höheren Energiepreise, die sich direkt auf die Produktion auswirken. Zudem drücken Supermarktketten die Preise, was es den Landwirten erschwert, die steigenden Kosten zu decken. Auch die Lohnkosten sind gestiegen, unter anderem durch die Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland.
Trotz dieser Belastungen hat sich der Spargelanbau in Brandenburg seit 2020 ausgeweitet. Die Anbaufläche soll von derzeit etwa 1.200 Hektar auf rund 1.500 Hektar bis 2025 wachsen. Regionen wie die Uckermark und die Prignitz profitieren von günstigen Bodenverhältnissen und einer wachsenden Nachfrage. Dennoch haben billige Importe in den letzten Jahren die Gesamtanbaufläche verringert und setzen die heimischen Erzeuger unter Druck.
Die Saison startet mit hohen Anfangspreisen und großem Verbraucherinteresse. Die Landwirte müssen steigende Kosten mit wettbewerbsfähigen Preisen in Einklang bringen, während die Ausweitung der Anbauflächen auf langfristiges Vertrauen in die Kultur schließen lässt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sinkende Preise und eine stabile Nachfrage die finanzielle Belastung der Brandenburgischen Spargelbauern lindern können.






