25 June 2026, 18:04

Bundesschienenverkehrsverband attackiert DB InfraGO nach GSM-R-Panne und Güterverkehrs-Chaos

Verband der Güterbahnen fordert strenge Kontrolle über DB InfraGO

Bundesschienenverkehrsverband attackiert DB InfraGO nach GSM-R-Panne und Güterverkehrs-Chaos

Bundesschienenverkehrsverband fordert schärfere staatliche Kontrolle über DB InfraGO

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Der Bundesschienenverkehrsverband (BSV) hat eine strengere staatliche Aufsicht über die DB InfraGO, den Betreiber der deutschen Schieneninfrastruktur, gefordert. Als Beleg für systemische Mängel im Güterverkehr führt der Verband flächendeckende Störungen an – darunter den bundesweiten Ausfall des GSM-R-Funknetzes, das für die Zugkommunikation essenziell ist.

Erst kürzlich hatte ein Zusammenbruch des GSM-R-Systems den Güterverkehr in ganz Deutschland lahmgelegt. Während der Störung funktionierten laut Branchenangaben selbst Notfallprotokolle nicht einwandfrei. Dies verschärfte die ohnehin angespannte Betriebssituation, insbesondere um Christi Himmelfahrt, als mehrtägige Ausfälle Schwächen in den Fahrplänbüros und Leitstellen offenbarten.

Neele Wesseln, Geschäftsführerin des Verbands, übt scharfe Kritik an der DB InfraGO wegen der anhaltenden Betriebsprobleme. Die Defizite belasteten die Güterverkehrsunternehmen in nicht tragbarer Weise und zwängen sie in einen Dauer-Krisenmodus, so Wesseln. Der Verband warnt, dass diese Instabilität Lieferketten gefährdet und die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene gegenüber dem Straßenverkehr weiter schwächt.

Als Lösung schlägt der Verband die Schaffung eines unabhängigen Bundesamts für Schieneninfrastruktur (BASchi) vor. Zudem fordert er den Verkehrsausschuss des Bundestags auf, die aktuellen Störungen umgehend zu bearbeiten und Maßnahmen zur Stabilisierung der Schieneninfrastruktur einzuleiten.

Die wirtschaftlichen Folgen für die Güterverkehrsbranche sind noch nicht absehbar. Die Vorschläge des Verbands zielen darauf ab, die Zuverlässigkeit des Schienennetzes wiederherzustellen und weitere Schäden für die deutschen lieferkettenbasierten Transportnetze zu verhindern. Ein neues Aufsichtsorgan könnte die Steuerung der Schieneninfrastruktur langfristig neu prägen.

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