Bundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Apotheker-Abschlüsse gegen Personalmangel
Lukas FrankeBundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Apotheker-Abschlüsse gegen Personalmangel
Deutschland hat einen wichtigen Schritt unternommen, um den Mangel an Apothekern zu bekämpfen. Der Bundestag hat kürzlich ein Gesetz verabschiedet, das die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse beschleunigen soll. Die Maßnahme zielt darauf ab, das Verfahren für Apotheker zu vereinfachen, die außerhalb der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) ausgebildet wurden.
Nach der neuen Regelung müssen Apotheker mit Abschlüssen aus Drittstaaten künftig keine langwierigen Dokumentenprüfungen mehr durchlaufen. Stattdessen durchlaufen sie eine direkte Kompetenzprüfung, um ihre Fähigkeiten nachzuweisen. Diese Änderung beseitigt bürokratische Hürden, die bisher ihren Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt verzögert haben.
Das Gesetz sieht zudem Anpassungen der Approbationsordnung für Apotheker vor. Diese Änderungen werden an das Apothekenversorgungsstärkungsgesetz angeglichen und sorgen so für einen reibungsloseren Übergang für im Ausland ausgebildete Fachkräfte. Die Bundesapothekerkammer (BAK) begrüßt die Entscheidung und betont den dringenden Bedarf an zusätzlichem Personal in Apotheken.
BAK-Präsident Dr. Armin Hoffmann warnte, dass in den kommenden Jahren tausende Apotheker fehlen werden. Das Gesetz, das voraussichtlich am 1. November 2026 in Kraft treten soll, bedarf noch der Zustimmung des Bundesrats. Diese könnte bereits im Mai erteilt werden und den Weg für eine schnellere Integration qualifizierter Arbeitskräfte ebnen.
Das neue Gesetz erleichtert es Apothekern aus Drittstaaten, in Deutschland zu arbeiten. Indem umständliche Papierkram-Prüfungen durch Kompetenztests ersetzt werden, wird das Verfahren nicht nur schneller, sondern auch effizienter. Die Reform soll in den nächsten Jahren helfen, die Personalengpässe im Apothekensektor zu schließen.






