Carney und Trump diskutieren Sicherheitsfragen – Handelskonflikt bleibt ungelöst
Amelie KrügerCarney und Trump diskutieren Sicherheitsfragen – Handelskonflikt bleibt ungelöst
Am Mittwoch führte Mark Carney ein langes und konstruktives Telefonat mit US-Präsident Donald Trump. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Sicherheitsfragen sowie die allgemeine Lage im Nahen Osten, darunter Themen wie die NATO und der Iran. Carney erklärte während des Austauschs, Kanada könnte sofort ein schlechtes Abkommen unterzeichnen, falls es dies wolle. Er betonte jedoch gleichzeitig, dass das Land nicht bereit sei, ein ungünstiges Übereinkommen zu akzeptieren. Vielmehr basiere Kanadas Vorgehen auf einer engen Zusammenarbeit mit Verhandlungsführern, Provinzregierungen und verschiedenen Interessensvertretern.
Der US-Botschafter Pete Hoekstra bestätigte unterdessen, dass die beiden Länder noch weit von einer Einigung entfernt sind. Ein möglichen Durchbruch, so hieß es, hänge von einer Übereinkunft zwischen den beiden Staatschefs ab. Eine echte Einigung wäre demnach nur möglich gewesen, wenn sie den Interessen Kanadas gedient hätte.
Handelskonflikte sowie die Zukunft der Handelsgespräche zwischen Kanada, den USA und Mexiko wurden im Telefonat nicht thematisiert. Stattdessen konzentrierte man sich auf die Sicherheitsfrage und regionale Themen, während die Handelsgespräche auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurden. Das Telefonat zwischen Carney und Trump zeigte, dass in zentralen Fragen noch erhebliche Differenzen bestehen. Die Diskussionen zu Sicherheits- und Regionalthemen wurden zwar als konstruktiv bewertet, doch eine Lösung im Handelskonflikt bleibt vorerst offen.
