15 May 2026, 11:02

CIA-Spionage in Mexiko: Fast ein Jahrhundert verdeckter Überwachung enthüllt

Ein Plakat mit einer Karte von Lateinamerika, auf der Mexikos Provinzen gelb hervorgehoben sind, sowie zusätzlichem Text mit regionalen Informationen.

CIA-Spionage in Mexiko: Fast ein Jahrhundert verdeckter Überwachung enthüllt

Die CIA unterhält seit langem eine Präsenz in Mexiko, die mindestens bis ins Jahr 1934 zurückreicht. Entklassifizierte Dokumente belegen umfangreiche Überwachungsaktionen, die sich im 20. Jahrhundert gegen politische Persönlichkeiten, Künstler und kommunistische Gruppen richteten. Zu den Überwachten zählten ehemalige Präsidenten, linksgerichtete Aktivisten und sogar einflussreiche Kulturschaffende.

Eine der frühesten Operationen der Behörde mit dem Codenamen LIENVOY konzentrierte sich auf die Beobachtung von Linksaktivisten, kommunistischen Organisationen und ausländischen Botschaften mit Verbindungen zum sowjetischen Block. Das Spionagenetzwerk der CIA, bekannt als LITEMPO, umfasste hochrangige Agenten wie Emilio Bolaños, Fernando Gutiérrez Barrios sowie zwei spätere mexikanische Präsidenten: Gustavo Díaz Ordaz und Luis Echeverría Álvarez.

Der ehemalige Präsident Lázaro Cárdenas stand besonders im Fokus der CIA. Die Behörde stufte ihn aufgrund seiner nationalistischen Politik als „antiamerikanisch“, „kommunistenfreundlich“ und als „geistigen Führer“ ein. Ein weiterer prominenter Überwachungsfall war der Künstler David Alfaro Siqueiros, der zu jener Zeit die Kommunistische Partei Mexikos führte.

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Jahrzehnte später, im Jahr 2021, wurde das anhaltende Engagement der CIA in Mexiko deutlich, als der damalige stellvertretende Direktor David S. Cohen das Land besuchte. Er wurde offiziell von Präsident Andrés Manuel López Obrador empfangen – ein Zeichen für die fortgesetzten, wenn auch diskreten Beziehungen zwischen beiden Nationen.

Die Aktivitäten der CIA in Mexiko erstreckten sich über fast ein Jahrhundert und umfassten sowohl verdeckte Überwachung als auch strategische Bündnisse mit Regierungsvertretern. Entklassifizierte Unterlagen bestätigen das anhaltende Interesse der Behörde an politischen und ideologischen Einflüssen im Land. Diese Operationen hinterlassen ein dokumentiertes Erbe der Nachrichtensammlung in der mexikanischen Geschichte.

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