07 June 2026, 09:01

Deepfakes und Falschinformationen: Wie die Deutschen mit digitalen Lügen kämpfen

91 Prozent der Deutschen stoßen auf Falschmeldungen – und fordern harte Strafen

Deepfakes und Falschinformationen: Wie die Deutschen mit digitalen Lügen kämpfen

Deepfakes und gezielte Falschinformationen sind im digitalen Alltag der Deutschen weit verbreitet. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung solche Inhalte bereits wahrgenommen hat – und die Risiken ernst nimmt.

Die Sorge vor manipulierten Medieninhalten wächst, während viele Nutzer Schwierigkeiten haben, zwischen echt und gefälscht zu unterscheiden. Videos bleiben das häufigste Format für Deepfakes, also KI-generierte Fälschungen, die real wirkende Inhalte vortäuschen. Laut der Erhebung sind 20 Prozent der Deutschen überzeugt, bereits mit solchen Inhalten konfrontiert worden zu sein. Weitere 41 Prozent vermuten, dass sie Deepfakes gesehen haben, ohne sich ganz sicher zu sein.

Gleichzeitig zeigt sich eine breite Ablehnung von Desinformation: 84 Prozent der Befragten befürworten Sanktionen gegen die Ersteller falscher Inhalte. Noch deutlicher fällt die Haltung gegenüber jenen aus, die solche Fälschungen bewusst verbreiten – 87 Prozent fordern hier rechtliche Konsequenzen.

Die Unsicherheit im Umgang mit digitalen Inhalten ist groß: 41 Prozent der Deutschen stoßen regelmäßig auf nicht überprüfbare Informationen, und 63 Prozent haben Schwierigkeiten, die Glaubwürdigkeit von Nachrichten einzuschätzen. Fast neun von zehn Befragten (89 Prozent) halten Deepfakes für gefährlich, doch nur 34 Prozent fühlen sich in der Lage, sie zuverlässig zu erkennen.

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Die Verbreitung von Falschinformationen betrifft viele Bereiche: 91 Prozent der Deutschen sind bereits auf gezielt gestreute Falschmeldungen gestoßen. Besonders häufig erreichen sie dabei Inhalte zur US-Politik – 74 Prozent der Befragten gaben an, damit in Kontakt gekommen zu sein. Die Ergebnisse unterstreichen, wie stark Falschinformationen und Deepfakes den digitalen Raum prägen. Während die Mehrheit der Deutschen klare rechtliche Maßnahmen fordert, bleibt die Fähigkeit, Manipulationen zu erkennen, begrenzt.

Die Daten deuten darauf hin, dass Aufklärung und Medienkompetenz künftig eine noch größere Rolle spielen müssen, um der Verbreitung von Desinformation entgegenzuwirken.

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