Dehoga-Chefin warnt vor Jobverlusten durch höhere Sozialabgaben für Minijobs
Greta WolfDehoga-Chefin warnt vor Jobverlusten durch höhere Sozialabgaben für Minijobs
Jana Schimke, Geschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), hat sich gegen geplante Reformen bei den Krankenversicherungsbeiträgen ausgesprochen. Sie warnt, dass höhere Kosten für Arbeitgeber Arbeitsplätze in der Gastronomie gefährden könnten. Ihre Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung Änderungen bei den Sozialabgaben für Minijobs prüft.
Schimke kritisierte Pläne, die Arbeitgeberanteile zur Krankenversicherung zu erhöhen, darunter einen zusätzlichen Zuschlag für Minijobber. Solche Maßnahmen würden ihrer Ansicht nach die ohnehin schon stark belasteten Betriebe unzumutbar belasten. Durch die Reformen soll der Sozialversicherungsbeitrag für Minijobs in den Bereichen Gesundheit und Pflege von 13 auf 21 Prozent steigen.
Zudem wies sie Gewerkschaftsbedenken zurück, wonach das neue Arbeitszeitgesetz zu 13-Stunden-Schichten führen könnte. Diese Sorgen seien unbegründet, betonte Schimke. Stattdessen forderte sie mutige Reformen, um Bürokratie, Steuern und Abgaben für die Branche abzubauen.
Frustration äußerte Schimke auch über den aktuellen Zustand der sozialen Partnerschaft und der Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften. Fairer Umgang mit den Mitarbeitenden sei entscheidend, da Arbeitgeber, die ihre Beschäftigten schlecht behandelten, diese schnell verlieren würden.
Der Dehoga warnt, dass die Vorschläge von Gesundheitsministerin Nina Warken Arbeitsplatzverluste in der Gastronomie riskierten. Schimkes Forderungen nach Entlastung bei den Lohnkosten und weniger Bürokratie unterstreichen den Druck auf die Branche. Die geplante Erhöhung der Sozialabgaben für Minijobs verschärft diese Sorgen zusätzlich.






