18 June 2026, 12:05

Düsseldorf verzichtet auf Milliarden-Neubau und setzt auf Opernhaus-Sanierung

Es gibt immer noch den bescheidenen Modernen im Osten und Westen

Düsseldorf verzichtet auf Milliarden-Neubau und setzt auf Opernhaus-Sanierung

Düsseldorf hat die Pläne für ein neues, von Snøhetta entworfenes Opernhaus im Wert von 1,8 Milliarden Euro aufgegeben. Stattdessen wird die Stadt ihr bestehendes Bonatz-Opernhaus am Hofgarten modernisieren. Oberbürgermeister Stephan Keller bestätigte den Strategiewechsel, nachdem die steigenden Kosten das ursprüngliche Projekt undurchführbar gemacht hatten.

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Die Entscheidung folgt einer Kostenanalyse, die ergab, dass die Sanierung des aktuellen Opernhauses zwischen 400 und 500 Millionen Euro kosten könnte – deutlich weniger als die 1,8 Milliarden Euro, die für den von Snøhetta geplanten Neubau veranschlagt waren. Das für das neue Gebäude vorgesehene Grundstück, das die Stadt zuvor für 137 Millionen Euro erworben hatte, steht nun wieder zur Verfügung.

Ein Alternativentwurf des Büros raumwerk bietet eine kostengünstigere Lösung. Er sieht eine halbtransparente Hülle und eine höhere Zuschauerzahl vor. Durch Landschaftsarchitektur könnte das modernisierte Opernhaus zudem optisch mit nahegelegenen Kulturstätten wie der Kunsthalle und der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen verbunden werden.

Unterdessen treibt Rostock sein eigenes Theaterprojekt voran. Ein neues, von dem Berliner Büro Hascher Jehle entworfenes Haus für 208 Millionen Euro befindet sich bereits im Bau. Die regierende CDU der Stadt hatte ursprünglich geplant, das historische Volkstheater aus dem Jahr 1943 abzureißen, um Platz für Wohnungen zu schaffen. Doch das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege in Schwerin stellte das Gebäude unter Schutz und stoppte so den Abriss.

Düsseldorfs Kurswechsel bedeutet, dass das bestehende Opernhaus nun saniert statt ersetzt wird. Die Stadt wird nach kostengünstigen Möglichkeiten suchen, um die Kapazität und das Erscheinungsbild des Hauses zu verbessern. Rostock hingegen setzt sein neues Theaterprojekt trotz früherer Rückschläge um die Zukunft des Volkstheaters fort.

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