Elke Kahr feiert historischen Erdrutschsieg bei Graz-Wahl 2024
Elke Kahr, die kommunistische Bürgermeisterin von Graz, hat bei den Kommunalwahlen der Stadt einen Erdrutschsieg errungen. Ihre Partei, die KPÖ, verzeichnete einen deutlichen Zustrom an Wählerstimmen und prägt damit die politische Landschaft von Österreichs zweitgrößter Stadt neu.
Die Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ) erreichte 35,8 Prozent der Stimmen – ein Plus von sieben Prozentpunkten seit 2021. Dieser starke Zuwachs ging vor allem zu Lasten der etablierten Parteien: Die konservative ÖVP landete mit 25,3 Prozent auf dem zweiten Platz, ganze zehn Punkte hinter der KPÖ.
Die Grünen kamen auf 14,8 Prozent, während die rechtspopulistische FPÖ ihren Stimmenanteil um 1,6 Punkte auf 12,2 Prozent steigern konnte. Die sozialdemokratische SPÖ erlebte dagegen ein historisches Tief und erhielt nur noch 5,6 Prozent der Stimmen.
Die KPÖ verfügt nun über eine knappe Mehrheit im Stadtrat mit 35 von 60 Sitzen, gemeinsam mit den Grünen. Zudem konnte die Partei drei weitere Sitze im Stadtsenat gewinnen. Kahr, die Graz seit zwei Jahrzehnten regiert, führte den Erfolg auf die Schwerpunkte der Partei zurück: Integrität, bezahlbares Wohnen und soziale Sicherheit.
Die 64-jährige Bürgermeisterin kündigte an, ihr Amt so lange wie möglich gesundheitlich auszuüben. Bekannt für ihre korruptionsfreie Amtsführung, bleibt sie eine prägende Figur in der lokalen Politik.
Die Wahlergebnisse bestätigen den wachsenden Einfluss der KPÖ in Graz. Mit der Mehrheit im Rat und zusätzlichen Senatsmandaten kann die Partei ihre Politik für Bezahlbarkeit und Transparenz weiter vorantreiben. Nach diesem deutlichen Sieg erscheint Elke Kahrs Führung stärker denn je.
