Energiekrise in Deutschland: Ministerpräsident warnt vor Gasnot im Winter
Lukas FrankeOlaf Lies fordert Maßnahmen gegen hohe Energiekosten - Energiekrise in Deutschland: Ministerpräsident warnt vor Gasnot im Winter
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat angesichts des nahenden Winters ernste Bedenken zur Energiesicherheit Deutschlands geäußert. Bei gefährlich niedrigen Gasreserven und explodierenden Spritpreisen drängt er auf rasches Handeln von Wirtschaft und Bundesregierung.
Die Gasspeicher in Deutschland sind derzeit nur zu 21,99–22 Prozent gefüllt – etwa 55 TWh –, deutlich weniger als im Vorjahr. Kältewellen, ein höherer Verbrauch und gelockerte Speichervorgaben haben die Knappheit verschärft. Lies warnt, dass sich die Lage ohne Gegenmaßnahmen weiter zuspitzen könnte, insbesondere wenn sich die Spannungen mit dem Iran verschärfen.
Gleichzeitig fordert er die Mineralölkonzerne auf, gegen die stark gestiegenen Spritpreise vorzugehen, die für heftige Diskussionen sorgen. Einen erneuten Vorstoß in die Kernenergie lehnt er jedoch ab – dies würde seiner Meinung nach nur Unsicherheit bei Bürgern und Unternehmen schaffen.
Um die Versorgung zu sichern, setzt sich Lies für ein drittes LNG-Terminal in Wilhelmshaven ein, das sowohl Erdgas als auch zukünftige klimafreundliche Alternativen abwickeln könnte. Zudem betont er die Bedeutung der heimischen Förderung, etwa von Nordsee-Gas, sowie diversifizierter Importe aus Norwegen und den Niederlanden.
Die Bundesregierung hat bereits reagiert: Die LNG-Einfuhren wurden erhöht, europäische Gasnetze stärker genutzt und Marktanreize geprüft. Allein am 14. März wurden netto 143,74 GWh in die Speicher eingespeist. Doch Lies besteht darauf, alle denkbaren Szenarien zu diskutieren, um wirksame Gegenstrategien zu entwickeln.
Die Energiekrise in Deutschland bleibt akut – mit Speicherständen weit unter denen der Vorjahre und Preisen, die Haushalte stark belasten. Lies' Vorschläge, von der LNG-Ausweitung bis zur eigenen Förderung, zielen auf eine Stabilisierung der Versorgung ab. Doch die Regierung muss schnell handeln, um weitere Engpässe zu verhindern.






