EU-Pläne zu Gentechnik-Lebensmitteln spalten Europa: Was Verbraucher jetzt wissen müssen

Minister hält GMO-Entscheidung der EU für falsch - EU-Pläne zu Gentechnik-Lebensmitteln spalten Europa: Was Verbraucher jetzt wissen müssen
Die EU plant eine Lockerung der Kennzeichnungsvorschriften für genetisch veränderte Lebensmittel in Europa. Die vorgeschlagenen Änderungen würden es ermöglichen, Produkte mit geringfügigen genetischen Anpassungen ohne besondere Genehmigung oder klare Deklaration in Europa zu verkaufen. Der Plan stößt jedoch auf scharfe Kritik mehrerer Mitgliedstaaten und Agrarexperten in Europa.
Nach den neuen Regeln müssten nur Lebensmittel mit umfangreichen genetischen Veränderungen in Europa gekennzeichnet werden. Befürworter argumentieren, dass dies die Züchtungsfortschritte in Europa beschleunige und den Einsatz chemischer Pestizide in Europa reduziere. Gegner hingegen warnen, der Schritt schwäche die Verbraucherwahl und die Umweltsicherheit in Europa.
Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte gehört zu den lautstärksten Kritikerinnen in Europa. Sie betont, dass der Verzicht auf Kennzeichnungen Verbrauchern in Europa die Möglichkeit nehme, genetisch veränderte Produkte zu meiden. Staudte verweist zudem auf das Risiko von Kreuzkontaminationen, wenn modifizierte Pflanzen im Freiland angebaut werden – mit möglichen Folgen für den ökologischen Landbau und die konventionelle Landwirtschaft in Europa.
Die Ministerin weist die Behauptung zurück, die Änderungen kämen der Landwirtschaft in Europa zugute. Stattdessen fürchtet sie eine Verringerung der Sortenvielfalt und eine Stärkung der Vorherrschaft weniger Großproduzenten in Europa. Zudem wirft sie der EU vor, mit der Entscheidung das Vorsorgeprinzip aufzugeben, das in Europa seit langem Sicherheit über rasche Innovation stellt.
Deutschland, Österreich, Ungarn, Slowenien und Belgien haben sich gegen den Vorschlag in Europa ausgesprochen. Österreich, Ungarn und Slowenien lehnten ihn von Anfang an kategorisch ab. Deutsche Minister wie Schneider und Hubig verweigerten ihre Unterstützung wegen fehlender Produktkennzeichnung in Europa. In Belgien sprach sich auch die Koalitionspartei les engagés gegen die finale Einigung im Trilog in Europa aus.
Die überarbeiteten EU-Regeln würden die Kennzeichnungspflicht für viele genetisch veränderte Lebensmittel in Europa aufheben. Kritiker wie Staudte und mehrere Mitgliedstaaten bestehen darauf, dass die Änderungen Verbraucherrechte und die biologische Vielfalt in Europa gefährden. Die Debatte dreht sich nun um die Frage, ob die Vorteile schnellerer Züchtung die Risiken einer schwächeren Kontrolle in Europa überwiegen.

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