24 March 2026, 14:06

FDP in Rheinland-Pfalz stürzt auf 2,1 Prozent – alle Mandate verloren

Deutsches Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa.

FDP in Rheinland-Pfalz stürzt auf 2,1 Prozent – alle Mandate verloren

Die Freie Demokratische Partei (FDP) in Rheinland-Pfalz hat bei der Landtagswahl am 22. März eine schwere Niederlage erlitten: Ihr Stimmenanteil stürzte von 5,5 Prozent im Jahr 2021 auf nur noch 2,1 Prozent ab. Damit verliert die Partei alle ihre Mandate im Landtag und scheidet aus der bisherigen "Ampel"-Koalition mit SPD und Grünen aus. Die Landesvorsitzende Daniela Schmitt trat nach dem dramatischen Einbruch der Wählergunst von ihrem Amt zurück.

Schmitt hatte im April 2025 die Führung der rheinland-pfälzischen FDP übernommen – in einer Phase der Turbulenzen. Ihr Aufstieg folgte auf einen erbitterten internen Machtkampf, ausgelöst durch den Wechsel von Volker Wissing in die Bundespolitik und den plötzlichen Tod des Justizministers Herbert Mertin. Vor ihrer politischen Karriere hatte sie als Regionaldirektorin bei der Volksbank Mainz gearbeitet.

Unter ihrer Führung zog die FDP 2021 mit 5,5 Prozent der Stimmen erneut in den Landtag ein und wurde Teil der SPD-geführten Koalition mit den Grünen. Als Wirtschafts- und Verkehrsministerin gehörte Schmitt bis zur jüngsten Wahl der Landesregierung an. Doch diesmal brach die Unterstützung für die FDP komplett ein: Mit nur 2,1 Prozent verfehlte die Partei klar die Fünf-Prozent-Hürde und scheitert damit am Wiedereinzug ins Parlament.

Die Wahl brachte insgesamt deutliche Verschiebungen: Die CDU gewann mit 30,7 Prozent unter Spitzenkandidat Gordon Schnieder und beendete damit 35 Jahre SPD-Regierungszeit. Die Sozialdemokraten selbst stürzten auf 25,8 Prozent ab, während die AfD mit 19,9 Prozent zur drittstärksten Kraft aufstieg. Der Kollaps der FDP beschleunigte das Ende der bisherigen Koalition.

Schmitt kündigte an, bei der für Mai geplanten Vorstandswahl nicht mehr anzutreten. Stattdessen schlug sie vor, auf einem Landesparteitag am 9. Mai eine komplett neue Führung zu wählen. Trotz des Rückschlags betonte sie, die FDP werde weiterhin als klare liberale Stimme auftreten und sich darum bemühen, von außerhalb des Parlaments neues Vertrauen aufzubauen.

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Mit dem Ausscheiden aus dem Landtag ist die FDP zum zweiten Mal seit 2011 nicht mehr im rheinland-pfälzischen Parlament vertreten. Nach Schmitts Rückzug steht der Landesverband nun vor einem umfassenden Führungswechsel, der auf dem anstehenden Parteitag vollzogen werden soll. Die Wahlergebnisse besiegeln zudem das Ende der SPD-geführten Koalition, während die CDU die Bildung einer neuen Landesregierung vorbereitet.

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