FDP Solingen verliert weiteren Spitzenpolitiker – und damit an Glaubwürdigkeit
Amelie KrügerFDP Solingen verliert weiteren Spitzenpolitiker – und damit an Glaubwürdigkeit
Die Solinger FDP steht vor neuerlichen Turbulenzen, da ein weiteres führendes Mitglied die Partei verlässt. Daniel Schirm, einst als „bester Mann“ unter den städtischen Liberalen bezeichnet, tritt aus der Partei aus, behält jedoch sein Stadtratsmandat. Dieser Schritt hat Kritik ausgelöst und Fragen zur künftigen Ausrichtung der Partei aufgeworfen.
In den vergangenen Jahren hat die Solinger FDP bereits viele ihrer prägendsten Persönlichkeiten verloren. Dr. Robert Weindl, Jürgen Albermann, Dr. Esther Heidbüchel und andere haben sich zurückgezogen. Dabei handelte es sich um erfahrene Fachleute mit starkem verwaltungstechnischem Hintergrund und langjährigem bürgergesellschaftlichem Engagement – einst das Rückgrat der Partei.
Schirms Entscheidung, die Partei zu verlassen, aber sein Mandat zu behalten, stößt auf scharfe Ablehnung. Kritiker werfen ihm vor, damit egoistische Interessen zu verfolgen, und werten den Schritt als Zeichen des Scheiterns. Sein Austritt könnte zudem die bürgerlichen Mehrheiten im Rat schwächen und die finanzielle Lage des örtlichen FDP-Verbands belasten.
Nun droht der Partei mit Karin van der Most ein weiteres angesehene Mitglied verloren zu gehen, während sich die Probleme verschärfen. Beobachter warnen, dass der Abgang fähiger Persönlichkeiten ein Muster negativer Auswahl innerhalb der Organisation offenbart.
Die Forderungen, Schirm möge sein Mandat niederlegen, um einem Nachfolger Platz zu machen, der sich zu den Werten der FDP bekennt, werden lauter. Ohne ehrgeizige Reformen könnte es der Partei schwerfallen, das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzugewinnen oder kompetenten Nachwuchs anzuziehen. Der wiederholte Verlust ihrer fähigsten Köpfe untergräbt zunehmend ihre Glaubwürdigkeit und Stabilität.
