FDP vor Machtkampf: Höne fordert Dürr beim Parteitag heraus
Die Freien Demokraten (FDP) bereiten sich auf einen internen Führungsstreit bei ihrem Bundesparteitag Ende Mai vor. Der Bundestagsabgeordnete Henning Höne hat seine Kandidatur angekündigt und stellt sich damit gegen den amtierenden Parteivorsitzenden Christian Dürr. Seine Bewerbung findet bereits Rückhalt bei wichtigen Vertretern der Partei.
Zyon Braun, Landesvorsitzender der FDP Brandenburg, hat sich öffentlich hinter Höne gestellt und ihn als den richtigen Kandidaten für einen Neuanfang bezeichnet. Braun lobte ihn als "neues Gesicht mit politischer Erfahrung". Die Unterstützung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Partei über ihre künftige Ausrichtung diskutiert.
Hans-Ulrich Rülke, Mitglied des FDP-Bundesvorstands, forderte einen klaren Bruch mit der Vergangenheit. Er schlug sogar eine Umbenennung der Partei vor, um den Wandel zu symbolisieren. Bisher gibt es jedoch keine Hinweise auf offizielle Beratungen oder konkrete Pläne für einen solchen Schritt. Der Name FDP wurde 1948 auf dem Gründungsparteitag in Heppenheim gewählt, als sich die Delegierten für Freie Demokratische Partei statt für Liberaldemokratische Partei entschieden.
Ein Rebranding wäre kein Novum: Nach dem Scheitern am Wiedereinzug in den Bundestag 2013 hatte die Partei ähnliche Überlegungen angestellt – damals ohne Konsequenzen.
Über Hönes Führungsanspruch wird auf dem anstehenden Bundesparteitag entschieden. Bei einem Erfolg würde er eine Partei übernehmen, die sich neu erfinden will. Das Ergebnis könnte die Strategie der Liberalen für künftige Wahlen prägen.






