18 March 2026, 16:07

Flexibles Laden in Baden-Württemberg: Wie E-Auto-Besitzer Geld verdienen und das Stromnetz stabilisieren

Balkendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Flexibles Laden in Baden-Württemberg: Wie E-Auto-Besitzer Geld verdienen und das Stromnetz stabilisieren

Neues Feldprojekt in Baden-Württemberg: Wie E-Auto-Besitzer mit flexiblen Ladezeiten Geld verdienen und das Stromnetz entlasten

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Ein innovatives Praxisprojekt in Baden-Württemberg erforscht, wie Besitzer von Elektrofahrzeugen (E-Autos) durch angepasste Ladegewohnheiten nicht nur Geld verdienen, sondern auch die Stabilität des Stromnetzes unterstützen können. Unter dem Namen LadeFlexBW belohnt das Vorhaben Fahrer für flexible Ladezeiten – und das ohne intelligente Stromzähler oder Änderungen ihrer bestehenden Energieverträge. Ziel ist es, zu beweisen, dass bereits kleine Anpassungen im Ladeverhalten helfen können, die schwankende Energienachfrage in Deutschland auszugleichen.

Flexibles Laden als Win-Win-Modell LadeFlexBW funktioniert als Reallabor und richtet sich an private E-Auto-Nutzer in der gesamten Region. Teilnehmer erhalten eine finanzielle Vergütung, wenn sie ihre Ladezeiten anpassen und so in Spitzenlastzeiten zur Netzentlastung beitragen. Das System nutzt dabei das bestehende Standardlastprofil (SLP) und zeigt, dass netzdienliches Laden auch ohne zusätzliche Infrastruktur möglich ist.

Das Projekt ist bewusst skalierbar angelegt und kann von einigen hundert bis zu zehntausenden Fahrzeugen erweitert werden. Die Teilnahme bleibt freiwillig und marktbasiert – ohne Auswirkungen auf den Komfort der Fahrer oder ihre Stromtarife. Die Flexibilität wird dabei unabhängig vom Energiebezug vermarktet, sodass Nutzer ihren aktuellen Anbieter und ihre Konditionen behalten können.

"Ein neues Geschäftsmodell mit Systemnutzen" Dominique Gross, Geschäftsführer der Intelligent Energy System Services (IE2S), sieht in dem Test eine Chance, ein neues Erlösmodell zu validieren. Durch die Belohnung flexibler Ladevorgänge könnten E-Auto-Besitzer nicht nur profitieren, sondern auch einen größeren Nutzen für das Stromnetz generieren. Oliver Strangfeld, Vorstand bei TransnetBW, betont die Bedeutung solcher Reallabore: Sie ermöglichen einen schnellen Übergang von Pilotprojekten zur flächendeckenden Umsetzung.

Impulse für Energiepreise, digitale Ladelösungen und Regulierung Die Erkenntnisse aus LadeFlexBW sollen in mehrere Bereiche einfließen – von der Energiepreisgestaltung über digitale Ladedienstleistungen bis hin zu regulatorischen Rahmenbedingungen. Zudem könnten sie dazu beitragen, die Elektromobilität besser in das deutsche Erneuerbare-Energien-System zu integrieren.

Flexibles Laden als Baustein der Energiewende LadeFlexBW schafft für E-Auto-Besitzer eine zusätzliche Einnahmequelle und unterstützt gleichzeitig Europas Bestrebungen, die Nachfragesteuerung im Stromnetz zu stärken. Gelingt das Projekt, könnte es den Weg für eine breitere Einführung flexibler Lademodelle ebnen. Die Ergebnisse werden künftige Politiken, Netzbetrieb und die Rolle der E-Mobilität in einem nachhaltigen Energiesystem prägen.

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