Flucht nach Europa: Mordverdächtiger US-Amerikaner in Italien festgenommen
Amelie WeberFlucht nach Europa: Mordverdächtiger US-Amerikaner in Italien festgenommen
Der Fall des US-Amerikaners Lee Gilley sorgt international für Aufsehen. Der 38-Jährige sitzt derzeit in Italien in Haft, nachdem er dort Asyl beantragt hatte. Ursprünglich war er in den USA unter strengen Auflagen gegen Kaution freigelassen worden – nun wird ihm die Ermordung seiner schwangeren Frau im Jahr 2024 vorgeworfen. Die Ermittlungen gegen Lee Gilley begannen im März 2024, als er selbst den Notruf alarmierte und behauptete, seine Frau habe Suizid begangen. Doch die gerichtsmedizinische Untersuchung widerlegte diese Darstellung: Die Verletzungen der Frau deuteten auf Erdrosseln hin, nicht auf Selbsttötung. Die Behörden kamen zu dem Schluss, dass Gilley die Todesursache vorsätzlich herbeigeführt hatte.
Zunächst war der Verdächtige gegen eine Kaution von einer Million US-Dollar freigelassen worden, unter der Auflage, ein GPS-Tracker-Gerät zu tragen. Doch Gilley manipulierte das Überwachungsgerät und entfernte es schließlich. Daraufhin widerrief ein Richter die Kaution, und der Mann setzte sich mit gefälschten Dokumenten – einem belgischen Pass und Ausweispapieren – nach Europa ab. In Italien wurde er schließlich aufgespürt und festgenommen. Der Fall zeigt, wie Gilley trotz strenger Auflagen und elektronischer Überwachung fliehen konnte. Nun muss er sich in Italien dem Asylverfahren stellen, während die US-Behörden seine Auslieferung anstreben. Die genauen Umstände des Todes seiner Frau bleiben weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.
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