FPÖ deckt mutmaßlichen Immobilienskandal um Wiener Jagdschlossgasse auf
Lukas FrankeFPÖ deckt mutmaßlichen Immobilienskandal um Wiener Jagdschlossgasse auf
Die Wiener FPÖ fordert eine umfassende Untersuchung des Verkaufs der ehemaligen städtischen Krankenpflegeschule in der Jagdschlossgasse. Die Partei wirft der Stadt vor, dass eine kleine Investorengruppe unrechtmäßig begünstigt wurde, während die Steuerzahler Verluste erlitten. 2014 verkaufte die Stadt Wien das 1,5 Hektar große Grundstück für 12,5 Millionen Euro an den Projektentwickler BAI. Der Verkauf erfolgte ohne öffentliche Ausschreibung. Damals war der heutige Wiener Bürgermeister Michael Ludwig als Wohnbaustadtrat für die Transaktion verantwortlich.
Die Signa Group von René Benko übernahm später die BAI und verkaufte das Gelände mit einem Aufschlag von 5,5 Millionen Euro an einen Grazer Projektentwickler weiter. Bis 2024 entstanden auf dem Areal Luxus-Wohneigentumswohnungen. Der einst öffentliche Park auf dem Gelände ist mittlerweile für Anwohner gesperrt.
Die Stadt kann aus dem Deal keinen Gewinn verbuchen. Die im Vertrag festgehaltene Gewinnbeteiligung greift nur, wenn das Objekt in Eigentumswohnungen umgewandelt wird – was nicht geschehen ist. Die FPÖ stuft den Verkauf als SPÖ-Skandal ein und behauptet, die Steuerzahler hätten das Nachsehen gehabt. Dominik Nepp, Landesparteiobmann der FPÖ, fordert eine unabhängige Kommission, die den Fall neu aufrollt. Die Partei plant, in der nächsten Sitzung des Gemeinderats einen Antrag einzubringen, um alle relevanten Unterlagen und Beschlüsse zu prüfen.
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