Freiburg errichtet transparente Schutzbarriere für seine historische Synagoge
Amelie WeberFreiburg errichtet transparente Schutzbarriere für seine historische Synagoge
In Freiburg wird in Kürze ein neuer Schutzzaun um die Synagoge der Stadt errichtet. Das Projekt verbindet Sicherheitsbedürfnisse mit dem Respekt vor dem historischen Charakter des Ortes und folgt damit den langjährigen Forderungen der Jüdischen Gemeinde nach besserem Schutz.
Die Maßnahme wird von verschiedenen Seiten unterstützt, darunter der Zentralrat der Juden in Deutschland, der 27.500 Euro zur Verfügung stellt. Der geplante Zaun besteht aus transparentem Stahl und erreicht eine Höhe von 1,75 Metern. Ein besonderes Gestaltungselement bildet der torförmige Eingang, der die Form eines Leuchters – einer Menora – aufgreift. Die Genehmigung für das Bauvorhaben erfolgte nach monatelangen Abstimmungen zwischen der Stadtverwaltung und Vertretern der Jüdischen Gemeinde.
Oberbürgermeister Martin Horn betonte, dass der Schutz jüdischen Lebens für die Stadt höchste Priorität habe. Auch Nikita Nikischin, Sicherheitsbeauftragter der Jüdischen Gemeinde, begrüßte den Schritt als wichtigen Fortschritt. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 120.000 Euro, wobei die Finanzierung aus unterschiedlichen Quellen sichergestellt wird. Mit der Errichtung des Zauns reagiert Freiburg auf die wachsenden Sicherheitsanforderungen, ohne dabei den architektonischen und kulturellen Wert des Ortes zu beeinträchtigen. Die Maßnahme unterstreicht das gemeinsame Engagement von Stadt und Gemeinde für einen wirksamen Schutz jüdischer Einrichtungen.






