19 June 2026, 08:03

Galeria kämpft ums Überleben: 160 Millionen Euro retten oder Pleite droht

Galeria am Abgrund: Was kommt als Nächstes für die Mainzer Filiale?

Galeria kämpft ums Überleben: 160 Millionen Euro retten oder Pleite droht

Die deutsche Warenhauskette Galeria steckt tief in der Krise. Dringend benötigt das Unternehmen ein Notdarlehen in Höhe von 160 Millionen Euro vom US-Investor Gordon Brothers, um die Pleite abzuwenden und liquid zu bleiben. Ohne diese finanzielle Spritze steht die Zukunft der 83 Filialen – darunter auch das Haus in der Mainzer Altstadt – auf dem Spiel.

Verhandelt wird das Darlehen, um eine bestehende Schuldenlast von 80 Millionen Euro umzuschulden und ausstehende Mieten zu begleichen. Scheitern die Gespräche, warnen Experten vor einem Kollaps von Galeria – mit möglichen Schließungen bereits in diesem Sommer, sollte es zu Engpässen bei der Ware kommen. Konzernchef Tilo Hellenbock hat bereits die Bestellungen neuer Kollektionen gekürzt, um die finanzielle Belastung zu verringern.

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Gordon Brothers plant im Rahmen einer Sanierung die Schließung von rund 30 Standorten. Die verbleibenden Häuser sollen ihre Verkaufsflächen verkleinern und Teile der Flächen an externe Mieter vermieten. Ziel der Umstrukturierung ist es, die Kosten zu senken und das Unternehmen bis 2028 wieder in die Gewinnzone zu führen.

Doch selbst mit diesen Maßnahmen zweifeln Branchenkenner, dass das Darlehen ausreichen wird. Monatliche Verluste in Millionenhöhe belasten Galeria weiterhin schwer. Um kurzfristig Geld in die Kasse zu spülen, setzt die Kette derzeit auf Rabattschlachten mit bis zu 70 Prozent Nachlass – auch, um die Löhne für die 12.000 Beschäftigten zu sichern.

Die anstehenden Kreditverhandlungen werden über das unmittelbare Schicksal von Galeria entscheiden. Platzt der Deal, könnte das Unternehmen den Sommer nicht überstehen. Selbst mit der Finanzspritze bleibt die langfristige Zukunft angesichts der anhaltenden Verluste ungewiss.

Quelle