Genossenschafts-Supermarkt Enso rettet Nahversorgung in ländlichen Dörfern Deutschlands
Amelie WeberGenossenschafts-Supermarkt Enso rettet Nahversorgung in ländlichen Dörfern Deutschlands
Genossenschafts-Supermarkt Enso füllt Lücken in ländlichen Regionen Deutschlands
Die neue Supermarktkette Enso, ein genossenschaftlich organisierter Lebensmittelhändler, erweitert ihr „Tante-Enso“-Konzept auf mittlerweile fast 90 Standorte bundesweit – und bedient damit vor allem kleine Gemeinden, die von großen Ketten wie Edeka, Rewe oder Aldi oft vernachlässigt werden.
Das Modell verbindet die Vorzüge eines traditionellen Tante-Emma-Ladens mit modernem Einzelhandel: Anwohner müssen der Genossenschaft beitreten, um einen Standort zu eröffnen, erhalten im Gegenzug aber vergünstigte Einkaufsmöglichkeiten. Ist der Laden einmal etabliert, können Mitglieder rund um die Uhr mit ihrer Tante-Enso-Karte und Selbstbedienungskassen einkaufen.
Das Sortiment umfasst eine Mischung aus Bio-Produkten, regionalen Erzeugnissen und bekannten Markenartikeln, die über Rewe bezogen werden. Ein aktuelles Erfolgsbeispiel ist die Filiale in Lemgow im Landkreis Lüchow-Dannenberg (Ortsteil Schweskau), die Ende 2023 die lokale Nahversorgung wiederherstellte. Viele dieser Läden entstehen in Gebieten, in denen der nächste Supermarkt mindestens fünf Kilometer entfernt liegt.
Nun plant Enso, bis zu 36 Tegut-Filialen zu übernehmen – eine Folge des Rückzugs der Schweizer Migros vom deutschen Markt. Die meisten dieser Standorte liegen in ländlichen Regionen und passen damit perfekt zu Ensos Strategie, unterversorgte Gemeinden zu stärken.
Durch die Expansion entstehen weitere Tante-Enso-Läden in Gebieten mit begrenzten Einkaufsmöglichkeiten. Die Bewohner profitieren von einer 24-Stunden-Versorgung mit Lebensmitteln und unterstützen gleichzeitig ein genossenschaftliches Modell. Zudem sichert der Schritt Arbeitsplätze und Einkaufskomfort in Dörfern, aus denen sich große Ketten zurückgezogen haben.






