Gipsabbau in Unterfranken: Regierung gibt grünes Licht – mit strengen Auflagen
Amelie KrügerGipsabbau in Unterfranken: Regierung gibt grünes Licht – mit strengen Auflagen
Die Regierung Unterfrankens ist zu dem Schluss gekommen, dass der Gipsabbau in der Region keine unkontrollierbaren Risiken birgt – vorausgesetzt, es werden strenge Auflagen eingehalten. Das Unternehmen Knauf, das hinter dem Vorhaben steht, plant, über 50 Jahre hinweg jährlich eine Million Tonnen Gips zu fördern. Das Gebiet ist eine wichtige Trinkwasserquelle für Würzburg und die umliegenden Gemeinden.
Im Rahmen eines raumordnerischen Prüfverfahrens wurden 79 Behörden einbezogen und über 4.300 öffentliche Einwände geprüft. Dennoch bleibt ein Restrisiko bestehen, das jedoch als beherrschbar eingestuft wurde. Sollten die Grundwasserstände sinken, müsste der Abbau sofort eingestellt werden.
Knauf begrüßte die Bewertung der Regierung als fachliche Bestätigung des Projekts. Das Unternehmen muss nun die strengen Vorgaben der Würzburger Behörden erfüllen. Patrick Friedl von den Grünen kritisierte die Einschätzung hingegen und warf vor, die Gefährdung des Trinkwassers werde unterschätzt.
Eine Online-Petition gegen das Abbauvorhaben sammelte bereits mehr als 5.600 Unterschriften. Die endgültige Genehmigung wird vom Bergamt Nordbayern erteilt, das bis Jahresende entscheiden soll. Über die Zukunft des Projekts entscheidet, ob Knauf alle Auflagen erfüllt. Das Bergamt wird sein Urteil noch vor Jahresende fällen. Bei einer Genehmigung könnte der Abbau unter strenger Überwachung erfolgen, um die Grundwasservorräte zu schützen.
