23 April 2026, 15:00

Gisèle Pelicots schockierende Erinnerungen: Ein Jahrzehnt des Martyriums und der Befreiung

Schwarz-weißes Porträt einer Frau auf dem Cover von 'The Crisis'-Magazin, die ein weißes Kleid mit einem gemusterten Schal trägt, das Haar zurückgekämmt, Blick zur Seite mit leicht geöffneten Lippen.

Gisèle Pelicots schockierende Erinnerungen: Ein Jahrzehnt des Martyriums und der Befreiung

Gisèle Pelicot hat in ihren neuen Erinnerungen ihr entsetzliches, ein Jahrzehnt währendes Martyrium geschildert. Das Buch "Und die Freude am Leben" (Originaltitel: "Et la joie de vivre") beschreibt, wie ihr Ex-Mann und Dutzende über das Internet angeworbene Männer sie wiederholt unter Drogen setzten und vergewaltigten. Es erscheint am 17. Februar und wird in 22 Sprachen weltweit veröffentlicht.

Pelicots Trauma begann, als ihr ehemaliger Ehemann Dominique Pelicot jahrelangen Missbrauch organisierte. Jahre später entdeckte sie auf einer Polizeistation Fotos von sich selbst – betäubt und misshandelt. Die Bilder ließen sie fassungslos zurück; sie erkannte die darauf abgebildete Person nicht wieder.

In ihren Memoiren schildert sie die Angst und Scham, die sie besonders in jungen Jahren ertragen musste. Während des Prozesses lehnte sie eine nicht-öffentliche Verhandlung ab und gab zu, dass sie in früheren Lebensjahren vielleicht nicht den Mut dazu gehabt hätte. Das Buch bietet einen schonungslosen, aus erster Hand berichteten Überlebensbericht und den langen Weg, ihre Stimme zurückzugewinnen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Fall lenkte die Aufmerksamkeit auf das systematische Ausmaß der ausgeübten Gewalt. Pelicots Entscheidung, öffentlich zu sprechen, zeigt ihren Entschluss, sich der Vergangenheit zu stellen und anderen Betroffenen in ähnlichen Grausamkeiten beizustehen.

Die Veröffentlichung der Erinnerungen markiert einen bedeutenden Moment für Pelicot. Ihre Geschichte wird Leser weltweit erreichen und Einblicke in ihre Widerstandskraft sowie die juristischen Kämpfe geben, die sie durchstand. Das Buch ist zugleich ein persönliches Zeugnis und ein Appell für ein größeres Bewusstsein für solche Verbrechen.

Lesen Sie auch:

Quelle