Grillchaos im Friedrichshain: Warum der Park an seine Grenzen stößt
Öffentliches Grillen wird zunehmend zum Problem im Berliner Volkspark Friedrichshain
Die beliebte Grillzone nahe der Danziger Straße steht wegen Rauchbelästigung, Lärm und Vermüllung immer wieder in der Kritik. Seit Januar haben die Behörden bereits 133 Verstöße im Park dokumentiert.
Nach dem Grünanlagengesetz sind alle Bezirke verpflichtet, geeignete Flächen für öffentliches Grillen bereitzustellen. Derzeit gibt es in Berlin jedoch nur sieben offizielle Grillplätze – drei davon liegen in Friedrichshain-Kreuzberg. Die hohe Konzentration an Grillaktivitäten im Park führt zunehmend zu Konflikten mit Anwohnern und Besuchern.
Um die Situation zu entschärfen, schlägt das Bezirksamt vor, Grillfreunde stärker über das Stadtgebiet zu verteilen. Sämtliche Bezirke wurden aufgefordert, zusätzliche Grillzonen auszuweisen. Ordnungsämter – teilweise unterstützt von der Polizei – kontrollieren nun an Wochenenden die Einhaltung der Regeln im Park.
Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg steht dem öffentlichen Grillen weiterhin positiv gegenüber, da es eine kostengünstige Möglichkeit zum geselligen Zusammensein im Freien bietet. Der benachbarte Bezirk Pankow sowie die lokale Polizei wurden zur Unterstützung bei der Bewältigung der Lage hinzugezogen.
Ziel des Bezirksplans ist es, die Überlastung im Volkspark Friedrichshain zu verringern. Weitere Grillflächen könnten in ganz Berlin eingerichtet werden, um die Nachfrage besser zu verteilen. Gleichzeitig werden die Kontrollen fortgesetzt, um die Einhaltung der bestehenden Vorschriften sicherzustellen.
