«Grüne Ufer» feiert rauschende Premiere in Jekaterinburgs experimentellem Theater
Greta Wolf«Grüne Ufer» feiert rauschende Premiere in Jekaterinburgs experimentellem Theater
In Jekaterinburg hat das Theaterstück Grüne Ufer seine Premiere gefeiert. Die Inszenierung basiert auf dem gleichnamigen Roman von Gennadi Alexejew und erzählt die ungewöhnliche Geschichte einer Verbindung zwischen einem sowjetischen Dichter und der Sängerin Anastassija Wjalzewa.
Das Stück überzeugt durch eine Mischung aus Romantik, Zeitreisen und übernatürlichen Elementen – und bricht dabei bewusst mit klassischen Erzählmustern. Der Roman, auf dem die Bühnenfassung beruht, entstand nach der Entdeckung von Wjalzewas realer Lebensgeschichte. Alexejew verwebte darin historische Fakten mit fiktiven Elementen, was dem Werk eine besondere Tiefe verleiht. Die Premiere fand im kleinen, privaten Tvary-Theater statt, das für seine experimentellen Produktionen bekannt ist.
Besonders auffällig war die schauspielerische Leistung von Jelena Iwanowa, die allein neun verschiedene Rollen übernahm. Auch Oleg Dulenkin, der den Dichter verkörperte, erhielt viel Aufmerksamkeit – seine Darstellung wurde sogar mit dem Autor Alexejew selbst verglichen.
Anders als viele Theaterstücke endet Grüne Ufer nicht mit einem klassischen Happy End. Stattdessen überwindet die Handlung den Tod und hinterlässt beim Publikum eine nachdenkliche Stimmung. Mit Grüne Ufer hat die Theaterszene Jekaterinburgs ein mutiges und ungewöhnliches Werk erhalten. Die Inszenierung verbindet literarische Tiefe mit einer visuell beeindruckenden Bühnenpräsenz – und zeigt einmal mehr, wie Theater historische und übernatürliche Themen auf innovative Weise verbinden kann.






