Hammer Raumstylisten vor dem Aus: 87 Filialen und 1.100 Jobs in Gefahr
Lukas FrankeHammer Raumstylisten vor dem Aus: 87 Filialen und 1.100 Jobs in Gefahr
Einrichtungshändler Hammer Raumstylisten steht vor der Insolvenz
Der deutsche Möbel- und Einrichtungshändler Hammer Raumstylisten steht vor der Pleite, nachdem es nicht gelungen ist, einen Käufer für das Unternehmen zu finden. Das einst mit 87 Filialen operierende Unternehmen hat bereits 46 Standorte geschlossen und wird ab dem 1. April auch an den verbleibenden 41 Läden Räumungsverkäufe starten. Das vorläufige Insolvenzverfahren war Ende Januar eingeleitet worden; das reguläre Verfahren soll im kommenden Monat beginnen.
Am 27. Januar 2026 war das Unternehmen unter vorläufige Insolvenzverwaltung gestellt worden. Seither sind alle Bemühungen, einen Investor zu finden, gescheitert – Verhandlungen mit zwei potenziellen Käufern wurden abgebrochen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Meyer von der Kanzlei PLUTA Rechtsanwalts GmbH bestätigte, dass keine tragfähige Lösung gefunden werden konnte, um das Geschäft als Fachhändler fortzuführen.
An 46 Standorten, für die sich keine Interessenten fanden, begannen die Schlussverkäufe bereits am 16. März. Die übrigen 41 Filialen werden ab dem 1. April folgen, um Liquidität zu generieren, während weiterhin nach einem Käufer gesucht wird. Trotz der Abwicklungsmaßnahmen laufen die M&A-Aktivitäten (Fusionen und Übernahmen) unvermindert weiter.
Rund 1.100 Mitarbeiter erhalten bis Ende März über das Insolvenzgeld ihre Löhne. Danach hängt die Fähigkeit des Unternehmens, seine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen, von den Erlösen der Räumungsverkäufe und weiteren Filialschließungen ab. Das Ziel bleibt, möglichst viele Standorte an einen neuen Betreiber zu übertragen – konkrete Angebote liegen jedoch bisher nicht vor.
Das reguläre Insolvenzverfahren wird offiziell am 1. April 2026 eröffnet. Ohne einen Käufer hängt die Zukunft des Unternehmens von den Erlösen der Liquidationsverkäufe ab, um die Zahlungsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Die weiteren Entwicklungen werden zeigen, ob einzelne Hammer-Filialen unter neuer Führung weiterbetrieben werden können.






