Haßelmann attackiert Scholz und Merz: "Erwartungen enttäuscht, Strategien fehlen"
Greta WolfHaßelmann attackiert Scholz und Merz: "Erwartungen enttäuscht, Strategien fehlen"
Grünen-Politikerin Britta Haßelmann greift Scholz und Merz scharf an
Die führende Grünen-Politikerin Britta Haßelmann hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und den Oppositionsführer Friedrich Merz (CDU) heftig kritisiert. Scholz wirft sie vor, unrealistische Erwartungen zu wecken, am Ende aber nur minimale Ergebnisse zu liefern. Ihre Äußerungen fielen während einer Debatte über die aktuelle Bilanz und die Prioritäten der Regierung.
Haßelmann richtete sich vor allem gegen Scholz’ Führungsstil: Er baue hohe Hoffnungen auf, um sie dann zu enttäuschen. Mit scharfen Worten sagte sie, seine Methode bestehe darin, „Erwartungen in schwindelige Höhen zu treiben, dann die Menschen zu brüskieren – und am Ende bleibt nur das allernotwendigste Minimum“. Zudem monierte sie, dass der Regierung eine klare Strategie fehle, um die Lebensverhältnisse der Menschen zu verbessern oder für mehr Gerechtigkeit zu sorgen.
An Merz gerichtet, den CDU-Vorsitzenden, warf sie vor, trotz seiner starken finanziellen Ausgangsposition die vorhandenen Mittel nicht zielführend einzusetzen. Mit Blick auf seine frühere Kritik an Scholz als „Machtklempner“ stellte sie fest, Merz scheitere nun an seinen eigenen Maßstäben. Mit einem Fußballvergleich brachte sie es auf den Punkt: „Friedrich Merz steht schlicht nicht auf dem Platz.“
Die Grünen-Co-Vorsitzende betonte zugleich, ihre Partei strebe keinen vorzeitigen Bruch der Koalition an. Stattdessen fordere man konkrete Fortschritte – insbesondere in Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr. Sie unterstrich die Notwendigkeit, sich von fossilen Energien zu verabschieden und stattdessen in Schienenverkehr und Klimaschutz zu investieren. Die Grünen seien bereit, Verantwortung zu übernehmen und das Land voranzubringen, so Haßelmann.
Ihre Aussagen spiegeln die wachsende Unzufriedenheit innerhalb der Ampelkoalition über die zögerliche Umsetzung zentraler Vorhaben wider. Die Grünen drängen auf entschlossenes Handeln in Klimafragen, bei der Infrastruktur und sozialer Gerechtigkeit – ihr Fokus liegt darauf, die Regierungsarbeit zu verbessern, nicht die Partnerschaft vorzeitig zu beenden.






