Historische UN-Wahl: Kasachstans erste Vertreterin im Behindertenrechtsausschuss
Amelie WeberHistorische UN-Wahl: Kasachstans erste Vertreterin im Behindertenrechtsausschuss
Lyazzat Kaltayeva aus Kasachstan wurde am 9. Juni in den UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen gewählt. Die Abstimmung fand im UN-Hauptquartier während der 19. Tagung der Vertragsstaatenkonferenz zum Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (CRPD) statt. In diesem Jahr jährt sich zudem die Verabschiedung der Konvention zum 20. Mal.
Kaltayeva erhielt mit 157 Stimmen die höchste Zustimmung aller Kandidat:innen und sicherte sich damit einen Sitz für die Amtszeit 2027 bis 2030. Ihre Wahl ist historisch, da sie als erste Vertreterin Kasachstans und Zentralasiens in den Ausschuss einzieht. Mit über 30 Jahren Erfahrung hat sie sich für mehr Inklusion, bessere Barrierefreiheit und gleiche Chancen für Menschen mit Behinderungen eingesetzt. Besonders engagiert sie sich auch für die Rechte von Frauen und Mädchen mit Behinderungen.
UN-Generalsekretär António Guterres sprach bei der Veranstaltung und betonte die Dringlichkeit, Gewalt und Missbrauch gegen Menschen mit Behinderungen zu beenden. Er forderte stärkere Unterstützungssysteme und eine größere zivilgesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig erinnerte er die Regierungen an ihre Pflicht, Hindernisse abzubauen und die volle Teilhabe am öffentlichen Leben zu gewährleisten – in Übereinstimmung mit der langjährigen Forderung der Behindertenbewegung: „Nichts über uns ohne uns.“
Kaltayevas Ernennung bringt erstmals eine Vertretung Zentralasiens in den Ausschuss. Ihre Amtszeit läuft bis 2030. Die Wahl unterstreicht die fortlaufenden Bemühungen, die Rechte von Menschen mit Behinderungen auf globaler Ebene voranzubringen.






