12 June 2026, 14:30

Hitze-Debatte im mexikanischen Parlament: Vorwürfe der Kartell-Kollaboration eskalieren

Laura Itzel und Kenia López glänzen im Senatsduell; 'Verhalten Sie sich wie eine Staatsfrau', sagen sie

Hitze-Debatte im mexikanischen Parlament: Vorwürfe der Kartell-Kollaboration eskalieren

Im mexikanischen Parlament entbrannte eine hitzige Debatte mit scharfen Wortgefechten zwischen den Abgeordneten. Andrea Navarro warf der PAN-Regierung und dem ehemaligen Präsidenten Felipe Calderón vor, während des Drogenkriegs mit dem Sinaloa-Kartell kollaboriert zu haben. Die Spannungen erreichten ihren Höhepunkt, als es um politische Verantwortung und historische Ereignisse ging.

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Die Sitzung begann mit Navarros Vorwurf, die Drogenkartelle seien unter den Regierungen von PRI und PAN gewachsen – nicht unter der Herrschaft von Morena. Sie beschuldigte Calderóns Regierung direkt, mit dem Sinaloa-Kartell zusammengearbeitet zu haben. Ihre Äußerungen lösten sofortige Reaktionen bei der Opposition aus.

Es kam zum offenen Konflikt zwischen Andrea Navarro und Lilly Téllez, die Navarro niederbrüllte und die Auslieferung von Rubén Rocha Moya forderte. Der Streit eskalierte so sehr, dass Laura Itzel Castillo Juárez eine Sitzungspause einberief, um die Ordnung wiederherzustellen. Später erklärte sie, Téllez’ Verhalten habe gegen die parlamentarische Würde verstoßen und die Arbeit der Kammer behindert.

In einer weiteren Auseinandersetzung stritten sich Castillo Juárez und Kenia López Rabadán über das Massaker von Halconazo 1971 und den jüngsten Wahlsieg der PRI in Coahuila. López Rabadán forderte Castillo Juárez auf, verantwortungsbewusster zu handeln und sich wie eine Staatsfrau zu verhalten. Auch Carolina Viggiano meldete sich zu Wort, erkannte Mexikos Kampf gegen die organisierte Kriminalität an, machte aber die Regierung für die Zusammenarbeit mit kriminellen Gruppen mitverantwortlich. Castillo Juárez konterte mit Kritik an den Schäden, die das „PRIAN-Regime“ und neoliberale Politik angerichtet hätten.

Trotz des Chaos betonte Castillo Juárez immer wieder ihr Bemühen, geordnete und respektvolle Abläufe zu gewährleisten.

Die Sitzung offenkundigte tiefe politische Gräben in der Aufarbeitung von Mexikos Geschichte und Sicherheitsproblemen. Eine Einigung blieb aus – stattdessen dominierten Vorwürfe der Kollaboration und historische Konflikte die Debatte. Die Kammerpräsidentin bestand darauf, die Verfahrensregeln einzuhalten, trotz der tumultartigen Zustände.

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