18 June 2026, 16:24

Hubig fordert schärfere Internetregeln für besseren Jugendschutz

Verbraucherbericht: Hubig fordert mehr Jugendschutz im Internet

Hubig fordert schärfere Internetregeln für besseren Jugendschutz

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig fordert strengere Jugendschutzmaßnahmen im Internet. Sie argumentiert, dass große digitale Plattformen mit manipulativen Algorithmen schärferen Regeln unterliegen sollten als traditionelle Orte wie Bars oder Restaurants. Ihre Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender öffentlicher Besorgnis über die Sicherheit junger Menschen in digitalen Räumen.

Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) zeigt eine weit verbreitete Unzufriedenheit mit den bestehenden Schutzmechanismen. 87 Prozent der Befragten bewerten die Bemühungen der Regierung, Minderjährige in sozialen Medien und beim Online-Gaming zu schützen, als mangelhaft oder sehr mangelhaft. 82 Prozent sind zudem der Ansicht, dass die Politik es versäumt, junge Menschen vor finanziellen Risiken wie Überschuldung ausreichend zu bewahren.

Der Handlungsdruck erstreckt sich auch auf andere Bereiche: 74 Prozent sehen Bedarf an stärkerem Verbraucherschutz für Minderjährige im Bereich Ernährung. Gleichzeitig unterstützen 79 Prozent strengere Vorschriften für Unternehmen und Plattformen – selbst wenn dies deren Geschäftstätigkeit einschränkt. Hubig betonte, dass die bisherigen Schutzmaßnahmen für junge Nutzer im Internet allgemein als unzureichend wahrgenommen werden.

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Die Ministerin verwies zudem auf einen breiten gesellschaftlichen Konsens: Eine große Mehrheit der Deutschen teile die Auffassung, dass mehr für den digitalen Schutz von Kindern und Jugendlichen getan werden müsse. Hubig kündigte an, dass die Expertenkommission zum Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt demnächst ihre Ergebnisse vorlegen werde.

Die Umfrageergebnisse und Hubigs Stellungnahmen unterstreichen einen deutlichen Appell an schärfere Regulierungen. Angesichts des wachsenden öffentlichen Drucks erscheinen strengere Auflagen für digitale Plattformen unvermeidbar. Der anstehende Bericht der Expertenkommission könnte weitere Impulse für notwendige Reformen liefern.

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