Idaho reformiert Wahlen: Höhere Beteiligung durch weniger Termine
Idaho hat Schritte unternommen, um die Wahlbeteiligung durch die Zusammenlegung von Wahlen zu erhöhen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, mehr Bürger in wichtige Entscheidungsprozesse einzubinden, insbesondere bei Themen wie Steuererhöhungen. Zwischen 1981 und 2020 fanden etwa 82 % der lokalen Steuerabstimmungen in Idaho im Rahmen von Sonderwahlen statt. Bei solchen Sonderwahlen liegt die Wahlbeteiligung im bundesweiten Durchschnitt bei nur 19 %, während sie bei allgemeinen Wahlen 44 % erreicht. Sonderwahlen verzeichnen damit in der Regel eine deutlich geringere Beteiligung als allgemeine Wahlen.
Die Abgeordneten von Idaho haben bereits konkrete Änderungen umgesetzt: Die jährliche März-Wahl wurde 2023 abgeschafft und die Schulwahlen im August 2024 gestrichen. Phil McGrane, der Außenminister von Idaho, unterstützt diese Konsolidierungsbemühungen und bezeichnet sie als angemessen. Sam Cardwell, Politikanalyst beim Mountain States Policy Center, argumentiert zudem, dass wichtige Entscheidungen nicht in Wahlen mit geringer Beteiligung getroffen werden sollten. Die Zusammenlegung von Wahlen soll sicherstellen, dass mehr Menschen über zentrale Themen abstimmen können. Gleichzeitig können dadurch die Verwaltungskosten gesenkt werden. In allen Bundesstaaten ist die Beteiligung bei allgemeinen Wahlen höher als bei Vorwahlen, was die Bedeutung dieser Reform unterstreicht.
